Mittwoch, 15. Januar 2020

Review: Waldhexen - Ego Canus Lunam Cano (Digitaler Inhalt, Eigenproduktion - 2019)

Aus Amiland stammt dieses infernalische Duo mit dem deutschen Namen WALDHEXEN. Dass beide Protagonisten bereits Band-Erfahrung aufzuweisen haben, hört man den drei Liedern ihrer Debüt-EP Ego Canus Lunam Cano auch deutlich an.

Nun ist es mit Black Metal aus Übersee natürlich immer so eine Sache, vor allem bei Sachen, die aus den USA stammen, bin ich extrem vorsichtig geworden (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel!). In was für eine Sparte WALDHEXEN da fallen, möchte ich im folgenden ergründen...



Wann genau WALDHEXEN ins Leben gerufen wurde, ist nicht überliefert. Jedoch ist festzuhalten, dass es sich von Anfang an um ein Duo handelte, welches sich aus Daniel Hemmerich am Schlagzeug und Aaron Berlin, der scheinbar für alles weitere verantwortlich zeichnet, bestand. Dabei spielen/spielten beide wie bereits erwähnt, in anderen Kapellen. Aaron stammt dabei ursprünglich aus dem Black/Thrash Metal-Milieu  (INFERNAL THORN), während die Wurzeln seines Band-Kollegen mit GOEMAGOT oder CATATONIC RIGIDITY im Brutal Death Metal liegen.
Was die beiden nun mit WALDHEXEN zelebrieren, ist erwartungsgemäß als eine Mixtur aus dem Black und dem Brutal Death Metal zu bezeichnen.


Einerseits sorgt dies natürlich für einen recht modernen Anstrich, vor allem die Growls haben stellenweise auch schon einen nicht zu leugnenden Deathcore-Klang. Andererseits präsentiert man sich aber auch sehr traditionell und "old school". In Passagen des ersten Stückes 'The Oblation of One for Many' lässt man sogar den Geist ursprünglichen Death/Dooms aufleben und wandelt so auf wunderbar nostalgischen Pfaden.
Leider sind diese Momente aber viel zu selten und herrscht vornehmlich der Brutal Death Metal vor, gerade im Gesang, der dann und wann gar Grind-mäßige Züge annimmt.
Das dürfte Anhängern der Werke von HATE ETERNAL, CANNIBAL CORPSE, neuerer MORBID ANGEL oder dergleichen vielleicht gefallen, lässt mich persönlich aber sonderbar kalt, auch wenn ich dem Werk gut zelebrierte Handwerkskunst attestieren kann. Auch die schon erwähnten Momente lassen mich aufhorchen. Doch das reicht dann leider doch nicht so ganz... zumindest mir nicht.

Fazit:
Aus meiner Sicht ein leider weniger relevantes Werk, was einige vielleicht doch anders sehen werden. Auch wenn ich den beiden Jungs handwerkliches Können nicht absprechen möchte, so kann ich mit dieser Art von Musik persönlich gar nichts anfangen - sie berührt mich einfach nicht.
Wer will, der kann sich die EP kostenlos über die Bandcamp-Präsenz sichern.

Weniger Black Metal, dafür umso mehr Brutal Death Metal mit Core-lastigem Gesang.
Ich bin da raus... damit dürfen sich gerne andere Leute beschäftigen!


Darbietungen:
01. The Oblation of One for Many
02. The Keys to Allocer's Mysteries
03. Quasi-Dimensional Phantoms of Undistinguished Chromaticity

Laufzeit: ca. 12 Minuten



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen