Mittwoch, 1. Mai 2019

Review: Heaume Mortal - Solstices (CD, Les Acteurs de l'Ombre Productions - 2019)

Aus Paris stammt das Trio HEAUME MORTAL, die mit Solstices ihr Debüt-Werk und gleichzeitig auch ihr erstes Voll-Album veröffentlicht haben. Erschienen ist es unter dem Banner der französischen Tonschmiede Les Acteurs de l'Ombre Productions, die heute ja schon einmal in einer Besprechung Erwähnung fanden. Ob es sich bei HEAUME MORTAL's Album um einen ähnlich großen Wurf handelt, wie im Falle von TRISTE TERRE, lest ihr nun im folgenden...






Die Musik zum hier vorliegenden Werk wurde bereits im Zeitraum von 2011 bis 2014 geschrieben und wurde seitdem immer wieder weiter bearbeitet, bis man zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangte. Gut, so etwas muss jetzt nichts heißen, aber wenn ich dergleichen schon lese, läuten bei mir erst einmal die Alarmglocken.
Die Mitglieder sind u.a. auch in Bands wie EIBON oder COWARDS involviert... Bands also, die eher einem Post Black Metal / Doom / Sludge whatever Mix frönen... was man auch HEAUME MORTAL deutlich anmerkt.

Wirklich einprägsam und eigenständig ist das nun nicht gerade, wie ich leider sagen muss. Jedoch ist die Musik nun auch meilenweit davon entfernt, schlecht zu sein. Es gibt durchaus Stimmungen innerhalb der Lieder, wo ich sagen kann: "Genau das ist es!", allerdings haben Songs wie 'Yesteryears' oder 'Tongueless (Part III)' nicht nur Überlänge in der Spielzeit, sondern weisen auch ziemliche Längen auf, was die Qualität angeht. Mir passiert hier dann insgesamt doch eine Spur zu wenig und die gewollte Monotonie zündet nicht immer in der Art wie sie es beim Song 'Oldborn' tut, der einerseits mit schönen Gitarrensoli aufwartet, andererseits aber auch sehr trist und schwermütig daherkommt. Zwiegespalten bin ich auch bei dem BURZUM Cover 'Erblicket die Tochter des Firmaments' (den Fehler habe ich der Hülle übernommen). Das Original erschien auf dem Album Filosofem im Jahr 1996. Über die Qualität und den hohen atmosphärischen Anspruch dieses Werkes muss man sich glaube ich nicht mehr unterhalten. Diesem können HEAUME MORTAL leider auch nur streckenweise gerecht werden. Zugute halten muss man ihnen allerdings, dass sie sich im Gesang doch größtenteils am Original orientieren, während die Instrumente teilweise einen wirren Matsch zusammenschustern, der nichts mit dem Song von Varg Vikernes zu tun hat.
Der ausleitende Part 'Mestreguiral' gefällt mir dann aber trotz seiner Länge wieder ziemlich gut, da er doch eine faszinierend düstere Atmosphäre inne hat, die so auch von BURZUM hätte stammen können.

Fazit:
Genauso wenig, wie alles Gold ist was glänzt, genauso wenig können auch nicht immer alle Alben, die man erhält gut sein. HEAUME MORTAL überzeugen mich mit ihrem Werk nicht wirklich, auch wenn sich mit 'Oldborn' ein sehr guter Beitrag auf Solstices befindet und ich das Outro auch ganz in Ordnung finde. Der Rest dümpelt dann aber eher bedeutungslos vor sich hin. Auch das BURZUM Cover überzeugt mich in seiner Gesamtheit nicht. Schade eigentlich, lassen die Herren doch erkennen, dass sie zu weit mehr im Stande wären.
Die CD im Digipak mit transparentem Druck kann man bei Interesse am besten direkt im Mailorder des Labels bestellen.

Gekonnte Mixtur aus Post Black Metal und doomigen Sludge... bietet mir allerdings zu wenig, um sich wirklich einzuprägen.


Darbietungen:
01. Yesteryears
02. South of No North
03. Oldborn
04. Erblicket die Tochter des Firmaments (BURZUM Cover)
05. Tongueless (Part III)
06. Mestreguiral

Laufzeit: ca. 58 Minuten




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