Mittwoch, 19. September 2018

Review: Agrareth - Mors Hominum (CD, Wolfmond Production - 2018)

Neues gibt es auch mal wieder aus dem Hause des deutschen Labels Wolfmond Production. Die haben nämlich am vierten September die CD-Version der ersten Demo-Präsentation des chilenischen Black Metal-Projekts AGRARETH mit dem Titel Mors Hominum veröffentlicht. Bei dem Projekt handelt es sich um ein weiteres aus Repertoire von Cristofher Catalan (u.a. noch in HÄXAN unter dem Pseudonym Desecratorcommand aktiv, sowie mit SUICIDAL FOREST). Zu den beiden anderen Bands kann ich hier allerdings nicht viel schreiben, da mir ihre Musik nicht bekannt ist.




Wann genau die Gründung des Solo-Projektes stattfand, ist nicht bekannt - kann allerdings auch noch nicht sehr lange zurückliegen. Mors Hominum stellt wie bereits erwähnt die erste Demo von AGRARETH dar und wurde ursprünglich bereits im Mai auf Kassette veröffentlicht (durch Depressive Illusions Records aus der Ukraine - kein wirkliches Garant für gute Musik also) und erschien in einer Auflage von gerade einmal 66 Stück. Nun folgte Anfang diesen Monats die Veröffentlichung auf CD. Wie bei Wolfmond üblich handelt es sich hier um eine bedruckte CDr, die in einem Digipak haust. Zelebriert werden fünf Lieder mit einer Spielzeit von etwas mehr als 16 Minuten. Wenn man so will, sind es sogar nur vier eigentliche Lieder, denn der erste Beitrag stellt lediglich ein 'Intro' dar, welches auch dem Geläut von Glocken besteht. 'Ego Exitium' prescht dann aber gleich los und präsentiert sich als ein räudiger Black Metal-Song mit einer Prise okkulter Atmosphäre, und einem erhabenen Gitarrenspiel. Der Gesang entpuppt sich als grimmig, ketzerisch und finster. Er scheint zudem mehrere Spuren zu umfassen, denn es kommt mir so vor, als wenn hier in einigen Passagen parallel mit Klar-, Black- und Death-Metal Gesang gearbeitet wurde, was erstaunlich gut klingt für ein Solo-Projekt. Als nächstes erklingt der Titel gebende Song und auch dieser zelebriert eine äußerst räudige Gangart des Black Metal, die noch mit ein paar erhabenen Momenten im Gesang und den Instrumenten aufgewertet wurde. Auch hier findet sich wieder zweistimmiger Gesang und auch der schwermütige Okkultismus scheint hier und da durch. Der Vierte im Bunde ist 'Limina' und hier besticht vor allem die spielfreudige Leadgitarre, während eine zweite Gitarre zunächst im Hintergrund, im weiteren Verlauf jedoch immer vordergründiger eine BURZUMeske Melodieabfolge spielt. Gesang kommt hier nicht zum Einsatz - und ganz ehrlich: den braucht hier auch niemand! Ein sehr eindringliches und atmosphärisches Stück. Mit 'Sur Tenebris' nähert sich dann auch bereits der letzte Beitrag dieser nicht uninteressanten Demo-CD. Geboten wird hier aber letztlich nichts sonderlich Beeindruckendes mehr, was gerade nach dem großartigen Vorgänger sehr schade ist... da hätte man vielleicht noch einmal ein ähnliches instrumentales Stück draus machen sollen.

Fazit:
Gut, AGRARETH macht seine Sache grundsätzlich wirklich nicht verkehrt und hebt sich in einigen Nuancen auch deutlich vom Einheitsbrei ab, jedoch besitzt die erste Demo in meinen Augen noch nicht das Zeug dazu, den Namen des Projekts dauerhaft in die Hirnwindungen des Hörers zu meißeln. Nichtsdestotrotz lässt Mors Hominum Potential erkennen und es ist der Stil solcher Stücke wie 'Mors Hominum' oder speziell auch 'Limina' auf den man sich in Zukunft konzentrieren und den man noch weiter ausbauen sollte.

Räudiger Schwarzmetall mit okkulter Note aus Südamerika. Nichts wirklich Neues, aber authentisch. Sollte man sich auf die Stärken seines Stils konzentrieren und diesen noch weiter ausbauen, könnte AGRARETH zu einem wirklich interessanten Projekt gedeihen!


Darbietungen:
01. Intro
02. Ego Exitium
03. Mors Hominum
04. Limina
05. Sur Tenebris

Laufzeit: ca. 16 Minuten



Video folgt...

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