Sonntag, 1. Oktober 2017

Review: Vargshelske - Unlimited Hate (CD, Wolfmond Production - 2017)


"Nanu?" dachte ich, als ich von dieser Veröffentlichung hörte. Ein neues Werk von VARGSHELSKE, dem Projekt von Thorkraft (ASKUROR, SIEGHETNAR) und Bariton (ASKUROR)? Immerhin sprach der Herr Thorkraft in einem von mir geführten Interview ja schließlich auch einmal davon, dass er sich noch ein eigenes Werk unter VARGSHELSKE vorstellen könne. Doch in diesem Fall dann doch wohl falsch gedacht: bei "Unlimited Hate" handelt es sich lediglich um die Lieder der VARGSHELSKE-Seite von der "Kirchenbrand"-Split mit ASKUROR aus dem Jahr 2005.



Ich kann mich noch daran entsinnen, dass ich vor gut 11 Jahren bereits eine Rezension zu besagter Split-CD schrieb, damals für ein geplantes Magazin-Projekt, welches jedoch niemals realisiert wurde. Irgendwo in den Untiefen meiner einer externen Festplatte sollten diese Schriften sogar noch abgespeichert sein - evtl. lade ich diese sogar einmal hier hoch, um diese ersten Review-Versuche mal festzuhalten. Aber kommen wir zu VARGSHELSKE: die Split habe ich eigentlich noch als ziemlich durchschnittlich im Kopf, was nicht zuletzt auch an dieser Band hier lag. "Unlimited Hate" beginnt mit einem Intro, welches dem Dark Ambient / Dungeon Synth zuzuordnen ist. Der folgende Titel gebende Song geht dann gleich in die Vollen und mäht einfach mal alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Black Metal, der definitiv keine Gefangenen macht und auch dem Hörer keine langen Verschnaufpausen vergönnt. Durch einige gesetzte Breaks und Tempowechsel kommt auch die nötige Abwechslung ins Spiel. Jedoch fällt hier auch bereits der Gesang etwas negativ ins Gewicht, der etwas 'schrill' (mir fällt auf Anhieb kein passenderes Wort dafür ein) klingt. "Nocturnal Horizon" entpuppt sich dann im selben Stil und bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger nur wenig Abwechslung. Erst im Verlauf zeigt sich die instrumentale Finesse. Gleiches gilt auch für "Perish". Die Songs beginnen alle sehr ähnlich und ähneln sich in ihrer Struktur sehr, weisen dann aber bei genauerer Betrachtung doch einige Feinheiten. Einzig "Hollow Moon" und "Eternal Frost" bilden hier eine Ausnahme. Das Outro ist dann noch ein recht folkiger Song zum Abschluss.

Fazit:
Diese CD richtet sich wohl eher an all jene, die nicht im Besitz der "Kirchenbrand"-Split mit ASKUROR sind. Auch hat sich das Projekt mittlerweile aufgelöst. Bariton ist lediglich noch in ASKUROR aktiv, deren letztes Werk aber auch schon wieder einige Jahre zurückliegt. Thorkraft scheint sich wohl auch eher auf seine Arbeit mit SIEGHETNAR zu konzentrieren, jedoch hat dieses Projekt meiner Meinung nach seinen Zenit auch schon lange überschritten und kaum noch nennenswerte Akzente setzen kann. Auch VARGSHELSKE wird nicht umsonst als Projekt eingestampft worden sein, denn letztlich wird hier nichts Neues geboten, was man nicht schon vorher in besserer oder schlechterer Form gehört hätte. Wirklich schlecht ist "Unlimited Hate" zwar nicht, aber auch kein Werk, welches ernsthaft im Kopf des Hörers einprägen könnte. Wer sein Glück hier trotzdem einmal probieren möchte, kann die Pro-CDr im Jewelcase mit 4-seitigem Beiheft käuflich über den Mailorder von Wolfmond Production erwerben. Die Auflage umfasst 100 Kopien und schlägt mit 5,- Euronnen zu Buche.

German Hateful Black Metal, welcher einige nette Ideen beinhaltet und Potential erkennen lässt, letztendlich aber kaum im Kopf haften bleibt.


Darbietungen:
01. Intro
02. Unlimited Hate
03. Nocturnal Horizon
04. Perish
05. Hollow Moon
06. Eternal Frost
07. Outro

Laufzeit: ca. 30 Minuten




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