Freitag, 30. Juni 2017

Das erste Halbjahr 2017 - ein Fazit:

So, da wären wir also mal wieder. Die erste Hälfte des Jahres 2017 neigt sich ihrem Ende und so möchte ich die Chance nutzen, an dieser Stelle eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen.

Zunächst einmal einen Dank an alle alten und neuen Leser, die mir auch stets Feedback per Mail schicken. Allerdings werde ich natürlich auch nie müde zu erwähnen, dass es die Möglichkeit der direkten Kommentar-Funktion gibt ;-)

Zudem gibt es eine große Neuerung: seit dem ersten Mai ist der Blog nun auch mit einem YouTube Kanal gekoppelt, was heißt, dass ich nun zu jedem Album, das ich bespreche, ein Song-Video mit meinem persönlichen Favoriten aus dem Werk auf dem YT-Kanal machen und gleichzeitig auch hier mit einbetten werde.

Ein paar ermüdende Statistiken habe ich natürlich auch zu bieten:
So hat der Blog von Anfang des Jahres bis zum heutigen Datum insgesamt 10.768 Besucher gehabt.
Der Monat mit den meisten Review-Beiträgen war der Februar (20).
Am faulsten war ich im April mit gerade einmal 5 Rezensionen (Urlaubszeit).
Eingetragene Abonnenten sind auch dieses Jahr keine hinzu gekommen.

Immerhin - der Blog wächst stetig und wird auch öfters besucht, was mich sehr freut.

Genug der Beweihräucherung. Natürlich hat sich veröffentlichungstechnisch auch in diesem ersten Halbjahr so einiges getan, und ich muss sagen, dass das Jahr 2017 für den Black Metal bisher doch recht erfreulich ausgefallen ist. Auch wenn ich mal wieder nicht alles mitbekomme, was an der schieren Masse tagtäglicher VÖs auch nicht weiter verwunderlich sein dürfte, so möchte ich hier doch schon einmal eine bisherige Halbjahres-Liste zusammenstellen.


Top 10 der besten Alben:

01. Elfsgedroch - Op de beenderen van onze voorvaderen LP (Diaphora Produktion)
- die Rezension ging am 6. März online und auch aus jetziger Sicht stellt dieses Album, welches in seiner Urform eigentlich schon im letzten Jahr erschien, eines der besten und emotionalsten Werke dar, die ich seit langem gehört habe.

02. Sarkrista - Summoners of the Serpent's Wrath LP (Purity Through Fire)
- das zweite Album der deutschen Horde wurde von mir am 23. März besprochen und stellt in meinen Augen eines der ergreifendsten schwarzmetallischen Werke dar, die in den letzten Jahren im heimatlichen Underground veröffentlicht wurden. Diese Platte besitzt einfach alles, von Stärke und Erhabenheit bis zu tiefgreifender Melancholie und absoluter Finsternis - stark vom Anfang bis zum Schluss.

03. Rimruna - Der Hatz entronnen LP (Eigenproduktion)
- die beiden Berliner legen mit ihrem zweiten Album ein machtvolles Werk vor und legen gleichzeitig die Messlatte für kommende Veröffentlichungen verdammt hoch. Die Besprechung fand am 30. Juni statt und wird auch das letzte in diesem Halbjahr gewesen sein.

04. Mosaic - Old Man's Wyntar CD (Eisenwald Tonschmiede)
- am 7. Januar wurde das Debüt-Album des eigenwilligen Projekts aus Deutschland auf diesen Seiten besprochen. Der Mix aus Black Metal, düsterem Neo-Folk, Mystizismus und deutscher Sagen- und Märchenwelt ist zutiefst ergreifend und verstörend. Sicherlich ein Werk, welches man nicht täglich hören kann, sondern eher für besinnliche Momente der Introvertiertheit geeignet ist. Ein besonderes Album!

05. Fellwarden - Oathbearer LP (Eisenwald Tonschmiede)
- sehr atmosphärischer Black Metal aus Großbritannien, welches den Hörer auf eine Reise quer durch die Geschichte und die Landschaften der Insel entführt. Die Besprechung wird im nächsten Monat erfolgen.

06. Acherontas - Amarta अमर्त (Formulas of Reptilian Unification Part II) LP (W.T.C Productions)
- das neue und mittlerweile sechste Studio-Album der Griechen ist eine direkte Fortsetzung ihrer Platte "Ma-Ion" aus dem Jahr 2015. Es wird wie immer sehr okkult und spirituell. Eine der besten Beiträge der etwas 'größeren' Bands in diesem Halbjahr! Die Besprechung wird im nächsten Monat erfolgen.

07. Askvald - Nebelpfade CD (Wolfmond Production)
- aus dem deutschen Underground meldet sich das Projekt ASKVALD aus Dresden einmal mehr zu Wort. Das zweite Album "Nebelpfade", welches am 5. Juni besprochen wurde, ist ein sehr träumerisches, melodisches, nichts desto trotz auch grimmiges Werk geworden und stellt in meinen Augen eines der besten Alben aus dem wirklichen Underground dar.

08. Steingrab - Mystik Digital Album (Eigenproduktion)
- klang heimlich veröffentlichte das deutsche Ein-Mann-Projekt sein drittes Album, dessen Besprechung am 17. Mai erfolgte. Ein großartiges Werk, welches jedoch noch nicht die Ehre zuteil wurde, auf physischem Tonträger erscheinen zu dürfen.

09. Thromos - Vergessene Tiefen CD (Necro Genocide Records)
- diese Horde ist inzwischen wohl zu einer festen Institution im deutschen Underground geworden und präsentiert mit vorliegender CD, die am 10. Mai eine Rezension erfuhr, ihr bisher achtes Album. Das ist nicht nur beachtlich, sondern kann sich auch hören lassen, handelt es sich bei "Vergessene Tiefen" um das wohl bisher anspruchsvollste Werk der satanischen Kapelle.

10. Nightbringer - Terra Damnata LP (Season of Mist Underground Activists)
- das absolute Chaos beschwören einmal mehr die Amis von NIGHTBRINGER mit ihrem aktuellen Album herauf. Am 5. Juni erfolgte die Besprechung.



Top Liste von EPs und Demos:

01. Schattenthron - Qwell der Verderbniß CD (Sol Records)
- für mich absolut überraschend veröffentlicht. Es gäbe so viel über diese CD zu sagen, aber am besten lest ihr einfach die Rezension, welche am 11. Juni erfolgte. Großartige schwarze Tonkunst!

02. Daudadagr - Vid skuggornas svarta månsken 7'' Vinyl (Purity Through Fire)
- ein weiteres Projekt von Sir N. aus Schweden. Muss man nicht viel mehr zu sagen... verdammter Kult! Die Besprechung hierzu erfolgte am 14. Mai.

03. Kuutar - Beyond All Light MC (Deviant Records)
- ein Projekt des Finnen Behemoth, der mit NORNS in den vergangenen Jahren auf sich aufmerksam machte... zuletzt in Form seiner MCD "Pazuzu". Typisch finnischer Black Metal im Stil alter HORNA mit einem Quäntchen SATANIC WARMASTER, der am 14. Juni besprochen wurde.

04. Runespell - Aeons of Ancient Blood MC (Iron Bonehead)
- ein Black Metal Demo Debüt, wie es sein sollte. Muss man nicht mehr zu sagen, lest es einfach selbst in der Rezension vom 10. Mai.

05. Gnipahålan - I Blodets Kamp... 7'' Vinyl (Purity Through Fire)
- am 5. Juni erfolgte die Rezension zu dem neuen Werk des Projekts von Swartadauþuz aus Schweden.


Überraschungen aus dem tiefsten Underground:

01. Czarnobog - Eastern Barbarian Cult MC (Dark Ritual)
- das neue Album, welches am 5. Juni besprochen wurde, erschien exklusiv auf MC.

02. Plagues - The Great Dark Devotion Digital Album (Eigenproduktion)
- aus Amiland meldet sich diese Horde zurück und hat ihr Debüt-Album im Gepäck. 8x misanthropischer Black Metal, wie man schätzt. Die Besprechung fand am 5. März statt.

03. Imha Tarikat - Kenoboros 12'' Vinyl (Terratur Possessions)
- für eine wahrliche Überraschung sorgte bei mir dieses deutsch/türkische Projekt, welches einen Mix aus Black und Death Metal bietet. Okkult und wahnsinnig. Die Rezension erschien am 16. April.

04. Runenwacht - Machtergreifung CD (Northern Fog)
- Stilechter deutscher Underground. Primitiv, kompromisslos, simpel gestrickt und doch hat die Scheibe mehr Spirit als so manche große Produktion. Stark! Die Besprechung ist seit dem 16. April online.

05. Pestheim - Winterstille im Morgengrauen CD (Eigenproduktion)
- Mastermind M.H. Frost präsentiert mit diesem Werk sein neues Album, welches am 31. März besprochen wurde, und zeigt sich einmal mehr atmosphärisch und melodie-betont, kehrt gleichzeitig aber auch wieder etwas zu seinen Wurzeln zurück. Wer PESTHEIM mag, der wird dieses Album definitiv lieben.


Der Preis für das beste Genre-Mix-Album geht an "Konvergenz" der Deutschen ZEIT.


Enttäuschungen des Jahres waren bisher für mich:

01. Hetroertzen - Uprising of the Fallen CD/LP (Listenable Records)
- hatte das erste Album nach ihrem Umzug nach Schweden noch eingeschlagen wie eine Bombe, und bot der Nachfolger dann noch ein paar innovative Ideen, so ist das neueste Werk von HETROERTZEN doch leider recht ernüchternd ausgefallen. Die Produktion zeigt sich zahnlos und die Ideen nicht wirklich ausgereift. Gerade nach dem letzten Album habe ich mir hier wesentlich mehr erwartet.

02. Nargaroth - Era of Threnody CD/LP (Inter Arma)
- lange hat es gedauert, bis man mal wieder ein vollwertiges Album der deutschen Band in Händen halten durfte. Herausgekommen ist leider nicht viel mehr als die Ansammlung einiger netter Ideen vermengt mit der Verwurstung alter Ideen, die man so schon auf anderen Veröffentlichungen der Band zu hören bekam.

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