Sonntag, 21. April 2013

Review: Octinomos - Fuckhole Armageddon (LP, Miriquidi Productions / City of the Dead Records)

Fieser High-Speed Black Metal aus Schweden? Hm... na gut, von mir aus, geben wir Octinomos mal eine Chance. Allerdings ist es bei dem Stil und dem Herkunftsland kein Wunder, dass ich bis zu diesem (immer noch aktuellen) Werk aus dem Jahr 2001 (LP erschein zwei Jahre später) bis dato nie etwas gehört habe. Weil es mich wohl auch nicht interessiert hat. Nun liegt mir die LP Fassung von "Fuckhole Armageddon" vor, und ich mach' mir mal die Mühe, sie durchzuhören und zu bewerten...




Erst einmal muss zum Hintergrund gesagt werden, dass es sich bei dem Trio um keine Unbekannten handelt, so sind Mitglieder aus diversen anderen (und teils bekannteren) Bands wie Ofermod, Algaion oder auch Puissance involviert. Die Hülle bietet neben der schwarzen Vinyl auch noch ein Textblatt, welches beidseitig bedruckt ist, und dann auch keine Liedtexte beinhaltet, sondern ein Statement zum Album sowie diverse Bildchen, die eher an eine Grind-Produktion erinnern lassen. Auf das Schlimmste gefasst, lege ich die Platte also auf den Teller. Was erklingt ist reißerischer Black Metal in durchgehend rasendem Tempo und erinnert dabei nicht selten an das erste Werk der deutschen Schwarzmetaller Zorn. Auch haben Octinomos etwas von ihren Landsleuten Marduk. Auf jeden Fall leider auch ihr Gespür für total emotionslos klingendes Gemetzel. Ich habe das Gefühl, dass die A-Seite so an mir vorbei zieht und dabei nicht eine Spur von Eindruck hinterlassen zu haben. Die B-Seite beginnt dagegen mit "Wipeout" etwas gekonnter, so gesellt sich zu dem Hauch von Melodie auch noch Midtempo und ein zwischenzeitlicher Klargesang, was etwas Abwechslung in die Metzelorgie bringt. "Thermonuclear Salvation" klingt dann wirklich wieder nach dem alten Zorn Zeugs, präsentiert passagenweise sogar rockig-thrashige Gitarren und bietet sogar einige wohl platzierte Breaks. Bei "Wish" wird dann wieder in einer Tour alles niedergemäht.

Fazit:
Eine Sache kann man Octinomos nicht absprechen... sie machen mit ihrer Musik keine Gefangenen! Leider geht dieses durchgehende War Metal-Gemetzel auf die Dauer gesehen zu Lasten der Atmosphäre. Es ist einfach monoton und langweilig bei jedem Lied nur die selbe Vorgehensweise zu hören. Glücklicherweise lassen sich aber auch ein paar Lichtblicke erkennen, welche das Ganze dann doch noch irgendwie retten. Wer auf so etwas steht, wird hier gut bedient werden, mir gibt das hier emotional gesehen allerdings überhaupt nichts. Limitiert auf 420 handnummerierte Exemplare.

5.0 / 10 Punkte

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