Samstag, 23. Februar 2013

Review: Shroud of Satan - Litany to the Moon (CD, Sol Records)

Das es so etwas heutzutage noch gibt... schaut man sich im weltweiten Netz nach der Band um, ist das einzige was man zu Gesicht bekommt, die spärliche Seite bei Sol Records. Und natürlich die Shop-Einträge. Aber ansonsten? Keine Informationen. Aus dem Beiheft kann man dann noch gerade entnehmen, unter welchen Namen die zwei Mannen musizieren und aus welchem Jahr die Aufnahmen stammen. Ja Scheiße... die Band ist noch nicht einmal in den Metal-Archiven verzeichnet! (jedenfalls nicht bis zum jetzigen Zeitpunkt)



Das Duo zelebriert hier natürlich Black Metal, was sollten die Herren auch anderes spielen bei dem Cover?! Dabei bleibt völlig offen, aus welchem Land die beiden kommen, da alle Texte schön in englisch zum besten gegeben werden - ich denke aber mal, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Norden von Deutschland kommen, da es sich bei Sol Records ja doch eher noch um ein regionales Label handelt. Wie dem auch sei... Shroud of Satan präsentieren mit ihrem Debüt-Werk "Litany to the Moon" satte vier Lieder bei einer Gesamtspielzeit von etwa 21 Minuten. Für eine erste EP-Veröffentlichung absolut ausreichend. Was den Stil angeht, so gibt man sich sehr räudig, aber auch irgendwie episch erhaben. Gleich nach den anfänglichen Sample-Einspielungen bei "Din of Celestial Birds" erschallt dem Hörer so ein typischer deutscher Old School Black Metal entgegen, wie ihn auch schon Moonblood zelebriert haben. Jedenfalls erinnert das Werk in seinen erhabenen Momenten entfernt an die genannte Kultband. Besonders im titelgebenden Lied kommen die epischen Aspekte durch dezenten Chor-Sample Einsatz zum tragen. Ansonsten geht es eher schnell und aggressiv zu, was nicht zuletzt auch ein wenig an Wolfsschrei oder Odal denken lässt. Und zu guter Letzt darf natürlich auch ein Quäntchen Okkultismus nicht in der Musik fehlen.

Fazit:
Endlich mal wieder ein durch und durch misanthropisches Album, ohne Kompromisse. Einfach seinem Haß freien Lauf lassen. Mit "Litany to the Moon" haben die zwei Köpfe hinter Shroud of Satan die perfekte musikalische Untermalung für Aggressionsausschweifungen geschaffen. Auch wenn man hier in musikalischer Hinsicht nicht wirklich etwas neues bietet, so bleibt doch unter' Strich definitiv eines der authentischsten Alben dieser Art, die ich in jüngster Zeit gehört habe. Wie bei Sol Records üblich limitiert auf 500 Exemplare.

8.5 / 10 Punkte

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