Dienstag, 17. Juli 2018

Review: Hellfire Deathcult - Black Death Terroristic Onslaught (CD, Deathrune Records - 2018)

Das neue Werk der blasphemischen Teufelspriester HELLFIRE DEATHCULT aus Chicago wurde bereits im April veröffentlicht. Um die Platte kümmerte sich Deathrune Records aus Spanien, die sich inzwischen ja schon irgendwie auf Black / Death bzw. klassischen Goat Metal spezialisiert zu haben scheinen. Getauft wurde es in Christenblut auf den Namen Black Death Terroristic Onslaught und stellt ein wahrlich bestialisches Machwerk dar...






Doch zunächst noch ein paar Eckdaten zur Horde an sich. HELLFIRE DEATHCULT formierte sich im Jahr 2013 als Duo. In der Besetzung Warhammer Sodomizer, zuständig für das Schlagwerk (BLACK DEVOTION) und Perverse Ritual Necromancer (OV PLAGUES und ehemaligs Live-Mitglied von PSEUDOGOD) an den Gitarren und dem Gesang wurde die erste EP Ave Mors eingeknüppelt, welche im Jahr 2014 erschien. Zwei Jahre später, 2016, veröffentlichte man mit Unterstützung von A. Alcantara (SACRIFICIAL MASSACRE, ZORR) am Gesang und den Gitarren das erste Album Culto a la muerte. Interessant hierbei war, dass alle Mitglieder ihre Pseudonyme ablegten. Diese Konstellation sollte jedoch nicht von langem Bestand bleiben, denn bereits die darauf folgende Death Worship EP aus dem Jahr 2017 wurde wieder als Duo eingespielt, genau wie die ein paar Monate später veröffentlichte Split mit NIGRUMMAGIA. Erst nach diesen Aufnahmen stieß Apocalyptic Genocidal Desecrator (OBLIVION WORSHIP) zu der Band und dieser Besetzung erfolgte nun die Aufnahme zu hier vorliegendem Album.

Ganze 11 Lieder umfasst das morbide Werk - bei einer Gesamtlaufzeit von noch nicht einmal 29 Minuten kann man sich dann auch ungefähr errechnen, wie lange ein durchschnittlicher Song auf Black Death Terroristic Onslaught geht. Nach dem kurzen Intro Black Congregation ov Sepulchral Darkness geht es dann auch schon direkt und ohne Umschweife los: Holocaustic Warfront macht seinem Namen definitiv alle Ehre und mäht ohne Gnade alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Genau wie beim darauf folgenden Titel Satanic Nuclear Devastation wird hier bereits deutlich, dass HELLFIRE DEATHCULT mit ihrer Musik nicht nur einfach einen infernalischen Krieg entfachen wollen, sondern einen Soundtrack zu einem zerstörerischen anti-religiösen Feldzug schreiben, der längst im Gange ist. Dabei bedient sich das Trio Infernale gängigen Praktiken des Black / Death Metal, bezeichnend des Goat Metal. Die Instrumente sind eher von einer schnellen Spielart des Black Metal, der Gesang orientiert sich eher an altem Death / Doom, beide können aber auch einen gewissen Einfluss des Death / Grind nicht verbergen. Mit melodischen Details hält man sich ergo auch sehr zurück, Verschaufpausen gibt es eigentlich nicht und wenn dann mal eine eher rhythmisch groovende Old school Death-Gitarre erklingt, dann doch eher meist am Anfang eines Songs. Hier und da nimmt man dann auch einige leichte Tempo-Wechsel innerhalb der Lieder war, was aber aufgrund der sehr räudigen Produktion - die wahrscheinlich auch genau so gewollt ist - eher unbewusst wahrgenommen wird und eigentlich eher nebensächlich erscheint.

Fazit:
Alles in allem bietet Black Death Terroristic Onslaught wohl ein Quäntchen zu wenig Abwechslung. Klar, wir sprechen hier von fuckin' Goat Metal... aber selbst für dieses spezielle Sub-Genre bieten HELLFIRE DEATHCULT erstaunlich wenig Experimentierfreude (wenn man da überhaupt von so etwas sprechen kann). Was sie aber andererseits auch wieder sehr sympathisch und authentisch macht, denn wo sich andere Kombos an kleinen Grenzverschiebungen und spielerischen Details versuchen, beschränken sich die drei Herren auf das Wesentliche und machen ihre Sache dabei sogar mehr als ordentlich. Eine von Hass erfüllte höllische Raserei der totalen Vernichtung. Nicht mehr, nicht weniger. Wer damit klar kommt, der wird dieses Album schnell schätzen und lieben lernen. Wem das jedoch zu wenig ist, der sollte hier lieber die Finger von lassen und sich zunächst an leichter zugänglichen Bands wie GOAT TORMENT versuchen. Das Album erschien bei Deathrune Records auf CD und als Schallplatte in drei verschiedenen Farben: Grau (100), Rot und Schwarz (jeweils auf 200 limitiert). Bestellungen können direkt über den Mailorder des Labels getätigt werden.

Bestial Goat Worshipping Black Metal of Death - Total Fucking Necro and for Maniacs only!


Darbietungen:
01. Black Congregation ov Sepulchral Darkness
02. Holocaustic Warfront
03. Satanic Nuclear Devastation
04. Death Conquers All
05. Bestial Invocation ov War
06. Blood Lust Ritual
07. Terroristic Onslaught
08. Hellstorm Chaos Battalion
09. Baptized by Hellfire
10 Anti God Kommando
11. Triumphant Death March

Laufzeit: ca. 28 Minuten




Samstag, 14. Juli 2018

Review: Oscult - The Sapient - The Third - The Blind (CD, Northern Fog Records - 2018)

Lange hat es gedauert, bis das Debüt dieser süddeutschen Horde nun endlich veröffentlicht wurde. OSCULT werden ihr Werk offiziell am 14.07.18 präsentieren, mir lag es zwecks einer Rezension bereits vor, und zwar in der aufwändigen Ritual Priest-Edition. Dazu später jedoch mehr. Hier sei einmal mehr ein Dank an Northern Fog ausgesprochen, sowohl für die erneut freundliche Zusendung, wie auch für die Präsentation dieser Box.






Da es wohl noch nicht sehr viele Leute geben dürfte, die mit dem Namen OSCULT etwas anfangen können, hier einmal eine kurze Umschreibung ihres bisherigen Werdegangs: Die Gründung der Band geht bis ins Jahr 2006 zurück - diese fand in Bad Tölz statt. Lange Zeit scheint es dann still gewesen zu sein um das Projekt. Die ersten Lebenszeichen in Form von vereinzelten Liedern sollten nämlich erst Jahre später erscheinen: so tauchte im Jahr 2014 ein Song-Video mit dem Titel Introduction 9'Circle auf, welches schon einen guten Eindruck von der mystischen Atmosphäre okkulter Riten vermittelte. Im Jahr 2015 wurde dann ein Video zu dem Song I kamp Met Kvitekrist, bei dem es sich um eine Interpretation des Klassikers von ISENGARD aus dem Jahr 1995 handelt(e) (zu finden ist das Original auf dem zweiten Album Høstmørke). Wo das Original des norwegischen Projekts jedoch noch klare Anleihen an den typisch nordischen Viking Metal der damaligen Zeit aufwies, so verliehen OSCULT ihrer Version einen etwas anderen Anstrich - ließen ihn gar wie einen Beitrag klingen, der typisch für den deutschen Untergrund der frühen Mitt-90er Jahre war... so ließ man hier Einflüsse von heidnisch beeinflussten Bands wie ABSURD, wie auch PRIESTERMORD erkennen, zeigte sich jedoch auch in räudigen Black Metal Gefilden Marke DYING FULLMOON. Mit Swallowed by Darkness präsentierte die Band dann 2016 ein Nachspiel der süddeutschen Black Metal-Pioniere LOST LIFE, mit denen OSCULT eine enge Freundschaft verbindet. Schließlich fand man in dem Label Northern Fog Records einen verlässlichen Partner zur Veröffentlichung des bereits angekündigten Debüts. Man werkelte ergo knappe zwei Jahre an dem Werk, was ja generell eher ein schlechtes Zeichen ist, denn dieses ständige nachträgliche Bearbeiten führt meiner Erfahrung dann meist eher dazu, dass sich alles zu sauber, perfekt und glatt poliert anhört.

Mit The Sapient - The Third - The Blind haben OSCULT diesen Fehler jedoch nicht begannen, um es vielleicht einmal direkt am Anfang zu betonen. Im Gegenteil bietet das Album nicht nur vom Bandnamen und dem Titel her sehr sphärischen Okkultismus, bis hin zu absolut finsterem Satanismus, sondern verbindet das alles auch mit einem sehr authentischen Klangbild. Doch bevor ich hier nun auf die Musik eingehe, möchte ich mich doch noch einmal der Aufmachung dieser Box widmen, die eine Erwähnung mehr als verdient hat. Die sogenannte Ritual Priest-Box wird in einer flachen schwarzen Box mit aufgeklebten Logo und Wachs-Siegel präsentiert, welche neben zwei Stickern und einem Aufnäher noch eine Priester-Stola mit eingewebtem Logo, ein schwarzes Säckchen mit Hostien, drei Ritual-Kerzen, ein Fläschchen Altar-Wein mit Korken und Wachs-Siegel, das Zertifikat mit Limitierung, ein zusätzliches Bildnis mit Brandflecken und natürlich das Album als CD im Digipak mit 8-seitigem Beiheft beinhaltet. Eine wirklich sehr schicke, hochwertige Edition mit viel Liebe zum Detail.

Der religiöse Bezug erschließt sich eigentlich schon beim Blick auf das Cover der CD, wird aber, nachdem man die CD einmal eingelegt hat, umso deutlicher. Das Intro ist vielmehr als nur das... es ist der Beginn einer spirituellen Reise und schreit dem Hörer förmlich entgegen, dass man es hier mit allem, nur mit keinem gewöhnlichen Album zu tun bekommt. "Ewiglich auf der Suche nach dem Sinn/Dem Tod/Und der grenzenlosen Verachtung/Anti-Human, Anti-Life" verkündet das Ende des Menschseins und entführt den geneigten Hörer in Sphären des düsteren Zwielichts, in einen Zustand der Trance. Zwischen Erwachen und Traum. Synths begleiten den kehligen Singsang, der dem eher bewusst emotionslos gesprochenen Text folgt, sowie einsetzende Maultrommeln. Eine meditative Atmosphäre, die mich stark an die Zwischenspiele des zweiten HETROERTZEN Albums Ain Soph Aur erinnert oder auch an ACHERONTAS.

Hat der Hörer diese Schwelle zu seinem geistigen Bewusstsein beschritten und sein Inneres bereit ist, den anti-kosmischen Lehren dieser Horde zu lauschen, folgt auch gleich das erste Lied Apophis (The Philosopher), welches von klassischen Gitarren eingeleitet wird, mit einsetzendem Schlagzeug dann auch um einen rituellen und beschwörerischen Gesang ergänzt und von dezenten Synths begleitet wird. Nach einer guten Minute erfolgt ein Twist und es erklingen Industrial-mäßige Anklänge, die von einer weiblichen Stimme begleitet werden, die in einem unheilvollen Tonfall eine Beschwörungsformel aufsagt (ich denke mal, dass es ägyptisch ist). Danach wird mit keifendem Schreigesang ein Sturm entfacht, der finsteren Black Metal bietet, der einmal im Midtempo oder auch im etwas schnelleren Midtempo zelebriert wird. Der Text bezieht sich auf die alt-ägyptische Gottheit gleichen Namens, dem Gegenspieler Re's, dem Sonnengott. So vermute ich es zumindest... die Illustrationen im Beiheft lassen jedenfalls darauf deuten und so würden die Hieroglyphen am Anfang auch in einen sinnigen Kontext gestellt werden (daher auch meine Annahme, dass es sich bei dem weiblichen Beitrag von Ferox um ägyptische Sprache handelt - Anm.). Eine andere Passage ließe aber auch darauf schließen, dass hier vielleicht eher die Erzählung des Adapa aus der sumerischen Mythologie behandelt wird.

Mindless Divinity ist das nächste Stück und hält gleich schon die nächste Überraschung bereit, wird doch die hier ins Deutsche übersetzte abgedruckte Passage in einer weiteren Fremdsprache präsentiert. Welche, das konnte ich jedoch (noch) nicht recherchieren. Worum es in dem Lied geht, sollte eigentlich bereits der Titel aussagen. "Anti human - anti life/Belief in mortal shades/Solve your terrestrial bound/Rejected to reality's ground/Anticosmic creations dawn!" ... "Spit out your life - inhale the dark one". Es ist unbestreitbar, dass dieser Song auch eine gewisse ost-europäische Attitüde aufweist: Der leicht folklorische Einklang, die langsame Steigerung, das treibende und gleichsam donnernde Schlagwerk in Verbindung mit erhabenen, schnellen Gitarrenläufen - dazu noch der hymnisch zelebrierte Mittelteil und die Übergänge, dass klingt so typisch für tschechischen Black Metal oder aber auch für diesen speziellen polnischen Stil. "Follow the streams of the left hand path/(...)/Swallow your sacrificed soul following the star dust's signs".

Mit Nihilistic Schizophrenia folgt ein etwas zunächst etwas psychotisch und depressiv wirkender Beitrag. Dieser Eindruck soll sich im Verlauf sogar noch weiter bestätigen, wenn der depressive Aspekt aber nicht zur Gänze ausgespielt wird. Viel mehr bekommt man es hier mit einem psychedelischen und kränkelnd fiesen Schwarzmetall zu tun, der auch eine sehr rituelle Note inne hat, die von der Zerstörung des Lebens zeugt. "It's our purpose to destroy your life - dying godless in insanity". Instrumental betrachtet beschreitet man keine neuen Pfade, hält sich betont minimalistisch und eher im etwas langsameren Midtempo auf, nimmt zum Ende hin gar recht doomige Züge an, was den Eindruck einer rituellen (selbst)zerstörerischen Zeremonie noch untermauert.

Mit Abyssus Abyssum Invocat, dem nächsten Lied, präsentiert man dem Hörer jenen Song, der vorab auf YouTube als Video veröffentlicht wurde. Warum ausgerechnet dieses Stück ausgekoppelt wurde, wird einem schnell klar werden... bietet es doch eine durchgehend düstere und rituelle Atmosphäre, welche die Horde ja auch anstrebt. Dabei zeigen sich die Instrumente hier sehr getragen und jenseitig, scheinen klanglich kaum von dieser Welt zu sein. Der sehr guttarale Gesang erinnert einmal mehr an okkulte und luziferische Horden, doch hat auch etwas sehr individuelles an sich.

Als nächstes erklingt mit Geist der einzige durchgehend in Deutsch verfasste Beitrag des Albums. Ein Stück, welches man eindeutig dem rituellen Black Metal zuordnen kann, aber für mich auch ganz klar in die Kategorie Dark Metal fällt. So sind hier für mich ganz klar Parallelen zu Bands wie alten BETHLEHEM (Dictius Te Necare - Ära) zu erkennen, die vor allem in den eher schleppenden Passagen zum Vorschein kommen. Aber auch der Gesang lässt in seinem krankhaften Wahn durchaus einen Vergleich zu. "Die kosmische Zwiespältigkeit verneint die physische Berechtigung des irdischen Daseins/Gelähmt durch den Fluch einer transzendenten Spiritualität neige ich zur ironischen Selbsttötung", "In Lethargie gereift - Im blendend Licht verhöhnt/Der Misanthrop".

Kommen wir mit dem nächsten Stück, welches den kryptischen Titel DB01488 trägt zu dem ungewöhnlichsten Beitrag auf The Sapient - The Third - The Blind. Dieses ist größtenteils instrumental gehalten, nur die kryptische Abfolge des Titels wird einfach mehrmals buchstabierend wiederholt. Die Musik präsentiert sich hier als eine Mischung aus Dark Ambient, Industrial, EBM, Neue Deutsche Todeskunst, mit wuchtigen Bässen und treibenden Beats. Die Bedeutung des Titels hat im übrigen nichts Rechts-radikales an sich und dient nicht als braune Propaganda, sondern steht für Dimethyltryptamin, einem halluzinogenen Stoff, der als bewusstseinserweiterende und spirituelle Droge (Entheogen) verwendet wird. Dieser Stoff wird in der DrugBank, der Datenbank der renommierten Universität von Alberta, Kanada als DB01488 geführt. Man sollte sich nach dem erstmaligen Hören des Liedes die Bedeutung vor Augen halten und es dann noch einmal mit diesem Hintergrundwissen hören - und man wird schnell zu der Erkenntnis gelangen: So und nicht anders konnte / musste es  klingen.

Diesem Rausch folgt gleich der nächste. Dieses Mal allerdings nicht in Form elektronischer Musik, sondern wieder ganz traditionell mit klassischen Gitarren, die von einer E-Gitarre und nach und nach auch von einem einsetzenden Schlagwerk und sphärischen Synths begleitet werden. Der einsetzende Gesang unterstreicht den rituellen Aspekt und mit den Worten "Whispering dreams from Shibalbas temple open the portal to space and time" beginnt der Titel gebende Song erst richtig. Das Ganze schlägt in einen majestätisch getragenen, eher langsam zelebrierten Black Metal um, der aber nicht mit kleinen Details geizt, mit seinen knapp viereinhalb Minuten sogar etwas zu kurz geraten ist für meinen Geschmack. Eine Ode an die sumerischen Gottheiten und längst untergegangene Kulte.

I Am stellt dann auch bereits den Abschluss dieses spannenden Werkes dar und ist noch einmal ein hymnisches und recht atmosphärisches Stück Schwarzmetall. Düster, satanisch stolz und misanthropisch erhaben. "I am no longer the one, that i was before/I found my own self when the cosmos gave birth to me". Es schließt sich der Kreis - Anti human - Anti life!

Fazit:
Was für eine Zeremonie... The Sapient - The Third - The Blind gleicht einem 3/4-stündigen Rausch, einem schwarzen Strudel, der den willigen Hörer unbarmherzig weiter hinab mit in das Herz der Finsternis reißt. Ein unheilvolles Werk voller okkulter Riten und schwarzmagischer Energie. Man muss sich jedoch auch zu einem gewissen Grad auf dieses Album einlassen können, da so manche Passagen den Puristen unter euch sicherlich verunsichern, wenn nicht gar vor den Kopf stoßen dürften. Doch sollte man es sich unbedingt an einem Stück anhören, denn nur auf diese Weise wird sich einem die Intention auch erschließen. Das Album erschien bei Northern Fog Records auf CD in zwei Varianten: einmal im Digipak und dann in der Box-Edition, der diese Rezension zugrunde liegt. Die Box ist auf gerade einmal 30 Stück limitiert und schlägt mit 42,99 Euronnen zu Buche, die reguläre Version gibt es für 12,- Euronnen. Bestellungen gehen am besten gleich an den Mailorder von Northern Fog (ACHTUNG: der Urlaub der NFR-Crew vom 15.07. - 29.07.18 sollte dabei beachtet werden!). Anbei das offizielle Video zu Apophis (The Philosopher).

Ein vielseitig und -schichtiges Album, welches aber trotzdem die alten Traditionen ehrt und es definitiv wert ist, dass man sich als Hörer eingehender mit ihm befasst. Okkulter Wahnsinn trifft auf schwarze Spiritualität und anti-kosmische Lehren - meine hochachtungsvolle Ehrerbietung!


Darbietungen:
01. Intro
02. Apophis (The Philosopher)
03. Mindless Divinity
04. Nihilistic Schizophrenia
05. Abyssus Abyssum Invocat
06. Geist
07. DB01488
08. The Sapient - The Third - The Blind
09. I Am

Laufzeit: ca. 45 Minuten




Sonntag, 1. Juli 2018

Das erste Halbjahr 2018 - Ein Fazit:

So, nun ist die erste Hälfte des laufenden Jahres auch schon wieder rum - Zeit also, um sich schon einmal einem ersten und vorläufigen Rückblick zu widmen.

Wie immer an dieser Stelle sei hier erst einmal ein Dank an all' die Leser, Interessierten und Unterstützer dieses Blogs ausgesprochen, sowie allen interessierten Horden und Plattenfirmen, die mir ihr Material zukommen ließen. Auch die Diskussionen um die eine oder andere Rezension mit Lesern, Bands oder wem auch immer, sind immer sehr ermunternd und motivieren mich, weiter zu machen und an meiner Linie festzuhalten.

Apropos: Seit ca. Beginn diesen Jahres verlaufen meine Besprechungen, wie viele von euch wohl schon gelesen haben dürften, ein wenig anders und anspruchsvoller in der Art des Umfangs ab. Dies soll vor allem dazu dienen, dem Werk mehr Raum zu verleihen und die Rezension etwas tiefgreifender werden zu lassen. Zum anderen soll es aber noch etwas deutlicher machen, worum es mir bei Unholy Black Art Of Ritual von Anfang an ging... das Qualität bei mir definitiv über Quantität geht. Und wenn das bedeuten sollte, dass ich in meiner begrenzten Freizeit, die mir beim Bearbeiten des Blogs zur Verfügung steht, womöglich lediglich eine Rezension im Monat online stelle, dann ist dies halt so. Ich bitte darum, dass sich alle Interessierten, die sich mit Anfragen an mich wenden, auch darüber bewusst sind und mir dann auch wirklich die Zeit einräumen. Ein halbherziges Review bringt keinem etwas. Wer sich also mit so einer Arbeitsweise nicht anfreunden kann, sollte mir erst gar keine Anfrage stellen.

Nachdem das jetzt gesagt wurde, dürfte den wiederkehrenden Besuchern wohl auch nicht entgangen sein, dass ich die Gewandung des Blogs etwas geändert habe, weil es mir mittlerweile einfach passender erschien.

Hier folgen nun für alle Tabellen-Freaks die Statistiken:
Seit Beginn des Jahres, bis zum Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, verzeichnete der Blog 12.944 Besucher, was noch einmal gut 2.200 mehr sind als im ersten Halbjahr 2017!
Der Monat mit den meisten Rezensionen war der April (10), dicht gefolgt vom Juni mit 8.
Der Januar hingegen hielt nur 1 einzige Rezension bereit - dies aber immerhin im Kombi-Paket.
Eingetragene Leser kamen dieses Halbjahr keine hinzu.
Der offizielle YouTube-Kanal verzeichnet seit seiner Gründung im Mai letzten Jahres bereits 16.618 Aufrufe.

Genug aber von diesen ernüchternden Zahlen und Fakten. Es folgt hier nun die Halbjahres-Liste.


Top 10 der besten Alben:

01. Wallfahrer - Anthologie der Abkehr DIGITAL (Eigenproduktion)
- ein tiefgründiges und durchdachtes Album aus Deutschland. Philosophisch, blasphemisch-ketzerisch und voller Misanthropie und spielerischer Finesse. Eine Rezension liegt zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor, da ich noch die physische Veröffentlichung auf CD abwarte, die bald folgen soll.

02. Shroud of Satan - Of Evil Descent CD (Sol Records)
- das zweite Album der deutschen Recken setzt eigentlich genau dort an, wo man mit dem Vorgänger-Album aufgehört hat. Stolzer satanischer Black Metal, ganz der alten Tradition verschworen. Mehr muss man zu diesem Werk wohl nicht mehr sagen und auch nicht wissen - bleibt zu hoffen, dass die Auswertung auf LP nicht lange auf sich warten lassen wird. Die Rezension erschien am 18. März.

03. Elfsgedroch - Dwalend bij Nacht & Ontij MLP (Diaphora Produktion)
- die räudigen Niederländer warten hier erneut mit einem sehr düsteren und atmosphärischen Werk auf, welches eine finstere Reise durch die Geschichte der holländischen Nordsee und ihre sagenumwobenen Inseln erzählt. Sollte man besitzen!  Die Besprechung erfolgte am 3. Mai.

04. Runenwacht - Blutrecht CD (Northern Fog Records)
- das neue Werk der schwarzen Raubritter von RUNENWACHT unterzog ich am 20. April einer ausführlichen Besprechung. Räudiger und ursprünglicher deutscher Schwarzmetall ohne Schnörkel, mit viel Kritik und politischer Unkorrektheit. Hier wird definitiv kein Blatt vor den Mund genommen!

05. Burkhartsvinter - Hohenkrähen CD (Total Death Records)
- das zweite Werk der süddeutschen Horde ist nicht nur ein schwarzer Hochgesang an die düstere Vergangenheit ihrer Heimat, sondern gleichzeitig auch eine Kampfansage an die Religionen dieser Welt und die heutige 'Szene', in ihrer umgepolten, angepassten und lebensbejahenden Weise.

06. Schattenfang - Ex Cineribus: Was blieb, als du gegangen bist CD (Northern Fog Records / Wolfmond Production)
- am 20. Juni erfolgte die Besprechung dieses zweiten Albums der Horde um Invidia und verspricht nicht nur tiefgründige melancholische Stimmungen, sondern auch räudige Melodien und Atmosphären.

07. Hallig - A Distant Reflection of the Void CD (Talheim Records)
- die Bochumer präsentieren mit dem hier vorliegenden Werk ihre zweite Arbeit, die am 20. Juni einer genaueren Betrachtung unterzogen wurde. Nordisch melodisch, kalt wie die raue See, tiefgründig wie das endlose Nichts.

08. Elegiac - Rise from the Ashes CD (Ewiges Eis Records)
- dieses Ein-Mann-Projekt aus Amiland zelebriert Black Metal, wie man ihn nur selten aus dieser Region zu hören bekommt. Vergleiche zu JUDAS ISCARIOT sind absolut berechtigt! Die Besprechung fand am 13. Februar statt.

09. Acherontas - Faustian Ethos LP (W.T.C Productions)
- das neues Album der okkulten Griechen ist einmal mehr sehr stark ausgefallen, wenn es auch nicht gänzlich die Klasse und die tiefgründigen meditativen Atmosphären seiner direkten Vorgänger erreicht, sondern eher einen Schritt zurück zu den Anfängen darstellt. Eine Rezension erfolgt hier noch nicht.

10. Dauþuz - In finstrer Teufe & Grubenmähren LPs (Naturmacht Productions)
- klar, das Debüt erschien bereits 2016 und das zweite und aktuelle Album im letzten Jahr, doch wurden erst in diesem Jahr die Vinyl-Auflagen veröffentlicht, die durchaus einer Erwähnung wert sind!


Erwähnenswerte EPs, Demos und weitere Eigenproduktionen:

01 Mooncitadel - Moon calls to wander... ...the winter's majesty EP (Darker than Black Records)
- das aktuelle Werk der finnischen Horde bietet zwei neue Lieder sowie auf einer seperaten Platte die komplette erste Demo, und wurde am 30. Juni besprochen. Pflichtprogramm!

02. Frostland - Winterkult CD (Eigenproduktion)
- aus Köln stammt diese Horde und setzt mit ihrem äußerst kalten und melodischen Werk eine Menge düsterer Emotionen frei. Die Rezension findet ihr unter dem 1. April (kein Scherz).

03. Asche der Welten - Chaos bricht aus MC (Apocalyptic Art Productions)
- der letzte Teil der ABC-Triologie dieses süddeutschen Ein-Mann-Projekts bildet den grandiosen und emotionalen Abschluss, bzw. den Beginn, einer dystopischen Saga. Am 26. April ging die Besprechung des Werkes online.

04. Elfsgedroch - Burchten van't Hooghe Noorden EP (Diaphora Produktion)
- innerhalb der beiden Lieder beschäftigt sich dieses Werk mit den Groninger Borgen. Die Besprechung war der zweite Teil der Kombi-Review vom 3. Mai.

05. Sarkrista - Under Sentence of Death EP (Purity Through Fire)
- das neue Werk der grimmigen Schwarzmetaller beinhaltet zwei neue Lieder, die zwar wieder deutlich anders geraten sind, als das letzte Album, aber ebenso zu überzeugen wissen. Die Rezension stammt vom 27. Juni.

06. Skognatt - Ancient Wisdom CD (Eigenproduktion)
- nachdem dieses Werk bereits im vergangenen Jahr als Zwei-Track-EP veröffentlicht wurde, wurde es in 2018 zu einem kompletten Album ausgebaut. Wunderbar atmosphärische und andächtige finstere Musik zwischen Black Metal und rituellem Ambient. Vom 17. April stammt die Rezension.

07. Mortuus Umbra - Omnipraesent MC (Urtod Void / No Return)
- die Black/Death Metaller aus Israel zerlegen erneut alles, was ihnen in ihrem okkulten und satanischen Wahn in die Quere kommt. Eine Rezension liegt bisher noch nicht vor.

08. Fortress Of The Olden Days - Night of Sacrifice DIGITAL (Eigenproduktion)
- ein etwas eigenwilliges, aber tiefgründiges Album der alten Schule. Eine Rezension ist noch nicht vorhanden.