Montag, 2. Oktober 2017

Vorab-Review: Black Lord - Ritual Under The Full Moon (CD, Tribulacion Productions - 2017)

Demnächst wird über das Label Tribulacion Productions aus Kolumbien das neue Album der mexikanischen Horde BLACK LORD veröffentlicht werden, welches da auf den Namen "Ritual Under The Full Moon" getauft wurde. Regelmäßigen Lesern dieser Seiten wird das infernalische Duo vielleicht sogar etwas sagen, hatte ich doch letztes Jahr eine Rezension zu ihrem Debüt "Black Ritual Forest" aus 2015 verfasst (>>hier<< nachzulesen). Zwischendurch war die Band auch alles andere als untätig und kann auf eine weitere Split mit u.a. LUCIFERIAN RITES, sowie eine Demo zurückschauen.



Der Stil des neuen Werkes dürfte eigentlich kaum überraschen. Man ist sich seiner Linie weiterhin treu geblieben und zelebriert ordentlichen Schwarzmetall aus dem Untergrund, der zwischen räudiger und ungezähmter Finsternis und brachialer dunkler Erhabenheit schwankt. Die leicht depressiven Züge des Debüts sind dabei eher auf der Strecke geblieben und es regiert hier die pure Essenz dessen, was Black Metal ausmacht. Das Cover fängt die allgemeine Stimmung des Albums dann vielleicht auch wirklich sehr gut ein, denn so dunkel und Klischee beladen es wirkt, so zeigt sich auch letztlich die Musik der Herren Black Lord (Gesang, alle Instrumente) und Astarot (Schlagwerk): 100% Old School und ohne jegliche Kompromisse, und sich beinahe für kein Klischee zu schade, wie es scheint. Von der Machart her können mich auch hier - wie schon beim Debüt - nicht gänzlich alle Lieder wirklich überzeugen oder gar mitreißen. Songs vom Schlage eines "Night Storm" können aber gerade dank ihrer räudigen Atmosphäre, die auch vereinzelte Ausflüge in den alten Thrash Metal unternimmt, punkten. Zu guter Letzt werden dann noch zwei Nachspielversionen geboten. Zum einen den MAYHEM-Klassiker "Deathcrush", der sich in dieser Version als ziemlich eigenwillig präsentiert und dem Original in Sachen Brutalität wohl in nichts nachsteht. Die beste Neu-Interpretation des Titels stammt meiner Meinung nach aber immer noch von OPHTHALAMIA. Als nächsten Cover-Song versuchen sich die beiden Mexikaner an "I Burn For You", im Original aus der Feder des relativ kurzlebigen US-Black Metal-Phänomens LORD FOUL. An dem Song versuchte sich auch NARGAROTH, transportierte die Musik zwar in eine druckvolle Produktion, kratzte jedoch nur an der räudig-brachialen und hasserfüllten Essenz der Original-Aufnahme - da muss ich sagen, kommen die Mexikaner dem Kern etwas näher.

Fazit:
BLACK LORD präsentieren der geneigten Hörerschaft mit ihrem neuen, bald erscheinenden Album ein räudiges und düsteres Werk ungeschliffenen und ursprünglichen Underground Black Metals. Chaos, Hass, Dunkelheit und Tod. Wer hier mehr erwartet, wird wohl bitter enttäuscht sein und hat wohl auch nichts anderes als die Verachtung verdient, die ihm hier entgegen geworfen wird. Wer eine saubere Produktion sucht, ist hier ebenfalls an der falschen Adresse und vielleicht sollte man hier auch einfach einmal das Cover für sich sprechen lassen, welches sich auch ganz klar an Puristen richtet. Die CD wird im Jewelcase erscheinen, in einer Auflage von 500 Stück.

Pure Dark & Fuckin' Maniac Black Metal Attakk. Only For The Black Hearts!


Darbietungen:
01. Ancient Mist
02. Dark Life
03. When You Get Death
04. Soul of a Werewolf
05. Night Storm
06. Where Souls Dwell
07. Journey Under The Darkness
08. Towards Final Destiny
09. Deathcrush (MAYHEM Cover)
10. I Burn For You (LORD FOUL Cover)

Laufzeit: ca. 38 Minuten




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