Donnerstag, 26. Oktober 2017

Preview/Vorab-Review: Kuilu - Promo 2016 / Monumentti (CD, Deviant Records - 2017/2018)

Vor einiger Zeit ereilte mich die Mitteilung, dass das finnische Projekt KUILU demnächst ihr Debüt-Album veröffentlichen wird, und zwar unter dem Banner der deutschen Tonschmiede Deviant Records. Die mir vorliegenden Aufnahmen sind Demo-Präsentationen ohne Titel und entsprechen daher wohl auch noch nicht dem finalen Klangbild, das Cover ist ebenso erst einmal vorläufig und kann sich noch etwas ändern. Das Motiv des Sisyphos aus der Feder von Franz von Stuck soll aber definitiv bleiben.




Zunächst einmal ein paar Eckdaten zu der Horde aus Finnland, welche den meisten - mich eingeschlossen - wohl eher noch kein Begriff sein dürfte: es handelt sich hier ein Quartett, unter dessen Mitgliedern sich u.a. auch Eetu Hentunen tummelt, der hier als Gitarrist und Sänger auftritt und welcher ebenfalls für den Gesang in der Melodic Death Metal-Kombo TORCHIA verantwortlich zeichnet, deren aktuelles Werk ebenfalls noch eine Rezension erfahren wird. Aber das nur am Rande. KUILU bestehen seit 2010, haben bisher aber eher selten von sich hören lassen. Debütiert wurde mit einer EP namens "Haudalla/Vitra" im Jahr 2012, zwei Jahre später folgte eine Kassetten-Demo, 2015 wurde dann das bisher letzte Lebenszeichen in Form einer Live-Split mit JOHN THE BAPTIST, UNCLEAN und CIRCLE OF DAWN veröffentlicht, die im Rahmen des "Apocalyptic Rites"-Festivals aufgenommen wurde. Nun folgt also im nächsten Monat das erste Voll-Album. Zu den vorherigen Veröffentlichungen kann ich nicht sehr viel sagen, es existieren zwar ein paar Song-Videos auf YouTube, aber hat beispielsweise die Debüt-EP nur bedingt etwas mit dem hier vorliegenden Material zu tun. Geboten wird eine Mixtur aus räudigem Black Metal mit sphärisch-psychedelischen Heavy Doom-Klängen, was nicht nur interessant klingt, sondern in diesem Falle auch wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge passt. Die Zelebrierung ist minimalistisch gehalten, aber zweckmäßig. Ich bin gespannt, was sich da in Sachen finaler Produktion noch tun wird. Die Stimmung auf jeden Fall ist sehr passend, schwankt irgendwo zwischen abgrundtiefer Finsternis, okkulten Geisterbeschwörungen, dem Wissen um alte Magie und ranzig-fauligem Gestank, der aus uralten Grüften empor steigt. Zur Mitte hin wird das Album sogar noch mal eine Stufe besser und intensiver, da die reinen Black Metal-Parts hier mehr Einzug in das Geschehen erhalten.

Fazit:
Vorläufig lässt sich sagen, dass die Lieder der Promo für das kommende Album schon recht ordentlich sind, wenn man bedenkt, dass es sich hier lediglich um unfertige Demo-Präsentationen handelt. Mittlerweile haben Deviant Records auf ihrer offiziellen Souncloud-Präsenz auch einen Titel mit Namen "Madot" (wenn die Reihenfolge der Promo beibehalten wird, handelt es sich um Titel 2) hochgeladen, und wenn man nach diesem geht, bleibt die räudige Essenz der Vorab-Versionen erhalten, lediglich der Sound an sich klingt nun um einige feine Nuancen ausgebessert. Da kommt definitiv großartiges im November auf uns zu. "Monumentti" wird somit seinem Namen gerecht und ein Werk dichter, ranziger Atmosphären werden, welche da gezeichnet sind von Schmerz, Leid und Dunkelheit. Deviant Records wird das Album im Laufe der nächsten Monate zunächst als CD im Digipak veröffentlichen (ob dies noch in diesem Jahr geschehen wird, ist derzeit leider nicht absehbar und daher wohl eher unwahrscheinlich), später wird auch eine Auswertung als DLP erfolgen, welche beide wie immer limitiert sein werden. Natürlich werde ich noch weiterführende Informationen über Änderungen am fertigen Werk nachschieben, sobald es veröffentlicht wurde.
Anbei die Premiere von "Madot" auf Soundcloud als Einbettung.

Atmosphärischer, psychedelischer Doom und Galle speiender, nach Pest und Verfall stinkender Black Metal gehen hier eine gekonnte Symbiose ein. "Monumentti" verspricht ein grandioses Werk zu werden!


Darbietungen:
01. ?
02. Madot
03. ?
04. ?

Laufzeit: ca. 42 Minuten





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