Sonntag, 30. Juli 2017

Review: Orek - Orek (MC, Eigenproduktion - 2017)

Aus Stuttgart stammt das noch relativ junge Ein-Mann-Projekt OREK, welches im Jahr 2011 gegründet wurde und wohl bereits auf ein Demo aus dem Jahr 2012 zurückblicken kann, das ich allerdings nicht kenne, was aber meiner Recherche nach wohl auch nicht sonderlich gut bei Kritikern angekommen zu sein scheint. Sonderlich viele Information zum Projekt lassen sich aber auch nicht im Netz finden, so dass ich noch nicht einmal sagen kann, ob es sich da nicht eher um eine Vorab-Promo handelte oder um etwas Offizielles. Auf der eigenen Bandcamp-Seite wird hier vorliegendes Tape jedenfalls als das erste Werk angepriesen...




Nach einem recht unspektakulären Intro geht es dann auch gleich mit "Erbreche das Kreuz" in die Vollen. Räudiges Underground Black Metal Geschrammel passt als Ausdruck wohl am besten - und das ist noch nicht einmal sehr negativ gemeint. So kann man gleich mit dem ersten Liedbeitrag mit einigen wohl platzierten Tempowechseln und Breaks punkten. Auch klingt das ganze durch und durch typisch deutsch und erinnert dabei an gleichartige Bands wie GODLESS CRUELTY oder auch die erste Scheibe von ZORN. Dieser Eindruck bestätigt sich dann auch bei "Preis der Nacht", der insgesamt etwas schneller unterwegs ist, als der Vorgänger. "Rostige Nägel" stammt hörbar aus einer anderen Schaffensperiode und das Klangbild unterscheidet sich doch recht grob von den ersten beiden Aufnahmen, da die Produktion hier wesentlich dumpfer und etwas leiser ist. Bei "Tanz der Teufel" wird es dann gar ein wenig melodisch: angesiedelt im schnelleren Midtempo enthält der Song zur Mitte hin gar einen gut hörbaren Part mit einem Heavy Metal-Gitarren-solo. Auch der letzte Beitrag "Pest" bietet zum Ende hin noch einmal eine gelungene und eingängige Melodiefolge und hat so gar ein wenig Hymnen-Charakter.

Fazit:
Klar ist OREK Underground-Band. Auch dass es sich hier um ein Ein-Mann-Projekt handelt mit allen damit einhergehenden Beschränkungen und Nachteilen, hört man einfach. Wer hier eine Hochglanz-Produktion erwartet, ist definitiv fehl am Platz. Auch wer sich hier ein ausgeklügeltes atmosphärisches Werk verspricht, wird wohl eher enttäuscht sein. OREK versteht es zwar, einige Atmosphären aufzubauen, doch dies geschieht dann eher auf einer primitiven und nihilistischen Ebene. Trotz der vorhandenen Details, die dieses Demo auflockern, ist OREK's Black Metal doch eher simpel gestrickt - verfehlt seine Wirkung aber nicht und kommt gerade Dank und durch diese ganzen Umstände recht authentisch rüber. Die Kassette kommt in schwarz und mit einem Logo-Label, die Hülle ist weiß. Das Cover ist beidseitig bedruckt, enthält bis auf die Titel und einen kurzen Text(-auszug?), sowie ein Artwork mit eingearbeitetem Logo und Foto aber keinerlei weitere Informationen. Bis auf vielleicht den Schriftzug des Labels Sodogommorah Records, über die aber wiederum keinerlei Informationen zu finden sind, was für ein Eigen-Label spricht. Limitiert ist das Tape auf 25 Stück, natürlich hand-nummeriert und kommt mit einem Button und einem Sticker. Eine CD-Version soll in nächster Zeit auch folgen. Der Preis beträgt 5,- Euronnen, Bestellungen können direkt an OREK entrichtet werden via Bandcamp.

Pure Hateful & Satanic German Black Metal from the Depths of the Underground.
Mag man, oder man lässt es sein, dazwischen gibt es nichts.


Darbietungen:
01. Intro
02. Erbreche das Kreuz
03. Preis der Nacht
04. Rostige Nägel
05. Tanz der Teufel
06. Zukunftsleid
07. Pest




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