Freitag, 10. Februar 2017

Review: Nartvind - Mist (EP, Deviant Records - 2016)

Just im ausgehenden Jahr 2016 erschien unter dem Banner von Deviant Records aus Deutschland dieses Kleinod auf Vinyl. Die bisher letzte veröffentlichte Demo der Belgier Schwarzmetaller Nartvind hört auf den Namen "Mist" und wurde bis dato lediglich auf Kassette ausgewertet, und hat auch sonst mittlerweile gut sieben Jahre auf dem Buckel. Schön, dass es trotzdem nicht in Vergessenheit geraten ist und nun endlich auch auf einem passenden Format vorliegt... da hier lediglich zwei Lieder vorliegen, möchte ich auch besonders auf die Aufmachung und Ausstattung eingehen.




Zur Aufmachung und Ausstattung:
Das Schaffen der deutschen Schmiede verfolge ich nun schon seit geraumer Zeit. Das erste Mal wurde ich wohl bewusst durch die Vinyl-Auswertung des FORNOST-Debüts auf Deviant aufmerksam. Ein gnadenlos unterschätztes und zeitloses Album. Aber das ist eine andere Geschichte... die 7'' EP der Belgier kommt in einer schwarzen Schutzhülle, die von einer einfachen Klapphülle umschlossen ist (Eine PVC-Schutzhülle ist also zwingend erforderlich für die Lagerung - das Ganze wird in der gewohnten wieder-verschließbaren Folien-Hülle geliefert, nebenbei erwähnt!). Vorne das Frontcover, innen die Texte zu beiden Liedern, sowie kurze Infos zur Aufnahme und zur Vinyl-Auflage. Passend dazu liegt im Inneren ein Flyer und ein gefaltetes Poster bei. Die Rückseite ziert das Bandlogo samt Titel der EP und der beiden Songs, sowie das Label-Logo samt Kontaktadressen.

Zur Musik:
Die erste Seite trägt den Namen "Ghoul" und enthält das Stück "Receding Horizon" - Schwarzmetall von räudiger und ursprünglicher Natur, ohne viel Schnickschnack. Einfach und direkt in die Magengrube. Der Einfluss nordischer Krieger der frühen zweiten Welle ist unüberhörbar, was die ganze Angelegenheit zwar nicht gerade zu einem Inbegriff der Innovation macht, jedoch seine Wirkung keineswegs verfehlt: authentischer und kalter Black Metal mit viel Misanthropie, Verachtung und Dunkelheit. Das steht dem Erstlingswerk "Until their Ruin" in nichts nach (das Album kenne ich leider nicht) und gefällt zumindest mir sehr gut.
Seite Nihil hält dann den Song "Cursed Wind of K" bereit, der zunächst einmal nur instrumental daherkommt, bis dann etwa zur Mitte hin der Gesang einsetzt. Dabei erinnert mich das Lied in weiten Teilen sehr an ein deutsches Untergrund-Solo-Projekt, dessen Namen ich hier jetzt aus diversen Gründen nicht nennen werde.

Fazit:
Zusammenfassend gesagt handelt es sich hier vielleicht um kein unbedingtes Must-Have, jedoch allein die Tatsache, dass "Mist" hier zum ersten Mal seit sieben Jahren auf dem ursprünglich vorgesehenen Format vorliegt, sollte zumindest für Sammler und Anhänger der Horde mehr als interessant sein. Die beiden Lieder sind grundsolide Schwarzmetall-Tonkunst: ursprünglich, düster, voller Kälte und kranker Boshaftigkeit - und passt damit genau ins Schema des Labels. Limitiert ist die Platte auf 300 Stück, nicht durchnummeriert. Zwecks einer Bestellung wendet euch am besten gleich an Deviant Records oder Sol Records.

Ursprünglicher Schwarzmetall aus Belgien. Alte Demo im neuen Gewand. Kaufen!


Darbietungen:
SIDE GHOUL - Recending Horizon
SIDE NIHIL - Cursed Wind of K

Laufzeit: ca. 12 Minuten

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