Montag, 13. Februar 2017

Review: Burnt & Astarium & Scolopendra Cingulata - Gnosis of Death (CD, Narcoleptica Productions / NitroAtmosfericum Records - 2016)

Die Split "Gnosis of Death" hält Material von drei Horden bereit, von denen zwei aus Russland und eine aus Kasachstan stammen. Wobei das im Falle von SCOLOPENDRA CINGULATA doch recht unsicher scheint, denn die Band ist seit ein paar Jahren in Russland sesshaft, um ein Album aufzunehmen. Nachdem dieses Unterfangen gemeistert wurde, soll es aber wohl wieder zurück nach Kasachstan gehen. Wie dem auch sei - ist ja irgendwie auch egal.






Das Gemeinschaftswerk leitet das russische Black Metal-Projekt BURNT ein, welches hier sein erstes Tonmaterial vorlegt. Neben einem Intro und einem Outro präsentiert man vier Lieder, die im Mid- bis Uptempo daherkommen und Black Metal-Geknüppel mit etwas atmosphärischen Versatzstücken bieten. Soweit nichts besonderes also. Allerdings aber auch recht solide in Szene gesetzt und daher gut hörbar - wenn man jetzt aber auch nichts bietet, was man nicht schon einmal x-mal gehört hätte, ohne auch nur eine Spur von eigenen Akzenten erkennen zu lassen.

Das Solo-Projekt ASTARIUM um SiN steuert dann die nächsten vier Lieder bei. Es wird gewohnt symphonisch und verspielt. Die Musik steckt wieder voller Melodiebögen und wirkt dadurch stellenweise sogar schon eine Spur zu verfrickelt, vertrackt und zu vollgestopft. Der zweistimmige Gesang kann hier aber wieder recht gut überzeugen. Die Texte sind hier von der Poesie von Edgar Allan Poe inspiriert, was sich auch in Titeln wie "The Conqueror Worm" widerspiegelt.

Die letzten im Bunde sind SCOLOPENDRA CINGULATA, die drei Stücke zum besten geben. Einen kleinen symphonischen Touch hat auch die Musik dieser Horde inne, allerdings liegt hier das Hauptaugenmerk ganz klar auf dem Schwarzmetall der alten nordischen Schule, besser gesagt auf dem Stil der seligen Mitt-90er - aber auch alte deutsche Horden scheinen einen nicht unerheblichen Einfluss auf diese Band gehabt zu haben. Dabei legt man ziemliche Spielfreude an den Tag und gerade die Gitarren hauen gerne mal Soli raus. Das letzte Lied erweist sich als überlanger aber atmosphärischer Dark Ambient-Ausklang.

Fazit:
Alles in allem eine recht ordentliche Split, die aber auch keine Besonderheiten bietet. BURNT machen ihre Sache recht solide, lassen aber die Individualität vollkommen auf der Strecke, ASTARIUM gefällt, allerdings habe ich schon bessere Leistungen von SiN gehört und somit stellt sich ASTARIUM leider auch als die schwächste Band auf dieser Split heraus. SCOLOPENDRA CINGULATA dagegen sind die absoluten Gewinner dieses Tonträgers und eigentlich auch der einzige wahre Grund, sich dieses Werk zuzulegen. Die CD kommt im Jewelcase mit 4-seitigem Beiheft und ist auf 500 Exemplare limitiert (nicht durchnummeriert). Interessenten wenden sich am besten gleich an den Bandcamp-Shop von Narcoleptica Productions.

Insgesamt leider nur durchschnittliche Split. Einen Kauf kann man aber alleine wegen SCOLOPENDRA CINGULATA zumindest erwägen.


Darbietungen:
Burnt
01. Beginning of the End (Intro)
02. Dead People
03. Glowing Silence
04. Suicide
05. The End of all Things (Outro)
Astarium
06. Mystic Genesis
07. Spirits of the Dead
08. Nether Lair
09. The Conqueror Worm
Scolopendra Cingulata
10. Ogon' Inkvizitsii
11. Rassvet
12. ...

Laufzeit: ca. 53 Minuten

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