Samstag, 7. Januar 2017

Preview/Review: The Flight Of Sleipnir - Skadi (CD, Eisenwald - 2017)

Ihr bereits fünftes Album präsentieren uns die Amis THE FLIGHT OF SLEIPNIR mit "Skadi". Mit ihrem Mix aus Stoner Rock, Doom und Black Metal konnten die Mannen schon so manche Aufmerksamkeit auf sich lenken und weichen auch mit dem hier vorliegenden aktuellen Werk nicht von ihrer Linie ab.








Im Gegenteil zeigt man sich auf "Skadi" gar noch eine Prise mutiger. Der Black Metal tritt dabei allerdings immer weiter in den Hintergrund und räumt den eher langgezogenen, träumerischen Sphären mehr Platz ein. So beherrschen auch eher die Facetten des Prog Rock und des Stoner Rock / Metal das Gesamtgeschehen auf "Skadi", teilweise begleitet von psychedelischer Orgelmusik. Der Gesang ist dementsprechend auch eher traditioneller Art, wenn dann doch einmal der Black Metal durchscheint ("Falcon White") erinnert das ganze an Sachen wie WILDERNESSKING aus Süd-Afrika oder auch die Franzmänner ALCEST - für den Puristen also wohl eher weniger relevant, dafür aber für alle, die gerne mal einen Blick über den Tellerrand riskieren und sich auch post-modernen, bzw. in diesem Fall auch traditionellen Prog Rock-Elementen nicht verschließen, ein wahres Fest. Die Lieder weisen dabei allesamt Überlänge auf (bis an die 12 Minuten), alles andere wäre aber auch reiner Hohn an das Genre gewesen. Die Songs sind sehr gut arrangiert, besitzen sehr feine Stimmungswechsel, verschiedene Atmosphären und sprechen unterschiedlichste Emotionen an. Die instrumentale Darbietung ist über jedwede Kritik erhaben und bietet eigentlich alles, was ein Freund guter handgemachter Musik erwarten darf. Aber immer werden sie dem Titel gerecht: Skadi als nordische Göttin der Jagd und des Winters.

Fazit:
THE FLIGHT OF SLEIPNIR polarisieren schon seit Beginn ihrer Karriere die Gemüter. Anhängern des traditionellen Black Metal sind sie zu seicht, experimentell und zu aufgeschlossen, was Genre-fremde Einflüsse anbelangt, allerdings sind sie auch keine Mainstream-Band, da sie dafür doch eine Spur zu ungewöhnlich mit ihrem Stil anmuten und dem Durchschnitts-Konsumenten dann doch zu hart sein dürften. So wendet sich die Musik eher an jene, die ein Gespür für solch eine Mixtur haben, die einerseits traditionell anmutet und doch in gewisser Weise modern klingt. Die Produktion ist perfekt, beinahe schon eine Spur zu perfekt, wie ich finde - soll dem Ganzen aber nicht zum Makel gereichen. Das Album wird ab dem 20. Januar über die Eisenwald Tonschmiede aus Deutschland erhältlich sein, in den Formaten CD und LP, eine digitale Version wird darüber hinaus auch angeboten. Im Februar soll wohl noch eine Auflage in einer limitierten Box folgen, welche die LP, die CD, eine Slipmat und vier hand-signierte Artworks enthält. Vorbestellen kann man das Album bereits über die Eisenwald-Bastion bei Bandcamp.

Alles andere als ein gewöhnliches Werk - "Skadi" wird alle begeistern, die sich auf solche Art Musik einlassen können. Empfehlenswert!


Darbietungen:
01. Awaken
02. Earthen Shroud
03. Falcon White
04. Tenebrous Haze
05. Voices

Laufzeit: ca. 45 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen