Sonntag, 2. Oktober 2016

Review: IAD - Ad Abolendam (EP, Hatework - 2016)

Mit IAD präsentiert sich hier eine Band aus Deutschen Landen, die wohl bisher gänzlich an mir vorbei gegangen ist. Unverständlicher Weise muss ich dazu sagen, denn was die Herren hier auffahren, ist genau das, was man von einer Truppe mit dem Namen, dem EP-Titel und dem Logo erwarten darf: okkult angehauchter, tief-schwarzer und bösartiger Black Metal in all seiner kraftvollen Essenz. Es sind tatsächlich lediglich zwei Lieder, die IAD hier zelebrieren, aber die haben es verdammt noch eins in sich...





Zunächst ein paar Worte zur stimmungsvollen Aufmachung. Die EP kommt als 7'' Pic-Vinyl daher mit einem beidseitig bedrucktem Blatt, welches das Cover, die gröbsten Informationen zur Truppe und die Limitierung enthält. Zudem liegt den ersten 100 Exemplaren der von Hand durchnummerierten EP ein Stück Knochen bei, was einerseits natürlich an die guten alten 90er erinnert, als auch als Sinnbild für das Werk und seine Musik gedeutet werden kann. Lange ist es her, dass ich wirklich von einer Kapelle für mich behaupten konnte, dass man beim hören ihrer Musik förmlich die vermoderten Grüfte riechen, das schleichende Chaos spüren, die Finsternis und die seelischen Abgründe begreifen und den Tod praktisch mit eigenen Augen sehen kann. "Ad Abolendam" ist kompromisslos und düster, nihilistisch und überirdisch, menschenverachtend und voller alter Mystik und Magie.

Fazit:
Intolerant, kompromisslos, alles Leben verachtend, den Tod glorifizierend... IAD ist hier ein völlig krankes und gestörtes Werk ursprünglichen Schwarzmetalls gelungen, was ich in dieser Form und Intensität schon länger nicht mehr aus dem deutschen Untergrund vernommen habe. Manches Mal gebraucht es halt doch einfach nur ein oder zwei Lieder, um etwas Großes zu schaffen. Die EP ist auf 250 Stück limitiert und in Deutschland auf jeden Fall noch bei Iron Bonehead zu erwerben - lange sollte man sich eine Bestellung jedoch nicht mehr überlegen.

Primitives und hasserfülltes Werk. Sollte man in absoluter Dunkelheit genießen!


Darbietungen:
A. Erwachen der Alten
B. Ad Abolendam

Laufzeit: ca. 9 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen