Sonntag, 2. Oktober 2016

Review: Demoniac - Malleus Christianitatis (CD, Misanthrophia Discos - 2016)

Anno 1989 gründete sich in Schneeberg die Death Metal-Kombo PURULENT OBDUCTION, welche bis zum Jahr 1993 existierte und in dieser Zeit drei Demos veröffentlichte. Danach benannte sich die Band um - und zwar in DEMONIAC. Anfänglich im Doom/Death angesiedelt, ging man Mitte des Jahres '93 in einen eher Black Metal-lastigeren Death über. 1994 löste sich DEMONIAC dann nach sechs Demo-Veröffentlichungen und einem Video auf. Aus der Asche entstand bekanntlich das Duo MOONBLOOD, dessen Veröffentlichungen in einigen Kreisen Kult-Status hat.




Nun, nachdem sich MOONBLOOD bekanntlich im Jahr 1999 auflösten, wurde das Projekt DEMONIAC in 2013 reaktiviert. "Malleus Christianitatis" stellt daher nach rund 22 Jahren nicht nur das erste Werk der Gruppe dar, sondern auch gleichzeitig ihr erstes Album. DEMONIAC besteht dabei wieder aus dem ursprünglichen Trio Necromaniac aka Count Damien Nightsky (u.a. ANDRAS), L.O.N.S. aka Lord Asmoday (ex-ANDRAS, ex-T.H.O.R.) und Profano Mysteriis aka Gaamalzagoth (ex-MOONBLOOD, AZAXUL). Zelebriert wird hier ganz Old School Black/Death Metal mit einer leichten Prise Thrash, als wenn seit dem letzten Release der Band nicht ein Jahr vergangen wäre. Unverkennbar sind natürlich die Schreigesänge von Profano Mysteriis in den Black Metal-lastigen Stücken. Die Instrumente bleiben der alten Schule stets treu, lassen aber auch nichts von einer gewissen Rhythmik und Melodie vermissen - doch keine Sorge, es wird hier nicht ausschweifend gedudelt, sondern das ganze findet in einem eher zweckdienlichen Rahmen statt. Stumpf ist Trumpf dachte man sich wohl, und präsentiert sich grundsätzlich eher kernig, chaotisch und ursprünglich. Hier und da sind auch ein paar Synths zu vernehmen, die jedoch dezent im Hintergrund eingesetzt werden und daher nur das Gesamtklangbild zusätzlich untermauern.

Fazit:
Wenn sich eine Band nach gut 22 Jahren wieder zusammentut und dann wieder etwas veröffentlicht, geht das oftmals mächtig in die Hose. Genügend Beispiele dafür gibt es ja in der Musikgeschichte. Anders verhält es sich bei dem hier vorliegenden Debüt-Album von DEMONIAC. Als direkter Vorgänger von MOONBLOOD bin wahrscheinlich nicht nur ich mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Sache heran gegangen. Es sollte jedoch auch klar sein, dass die eine Band musikalisch betrachtet jedoch kaum etwas mit der anderen zu tun hat (klar kommen die Einflüsse hier durch, keine Frage). Ist man sich dessen bewusst und geht nicht in Erwartung eines MOONBLOOD-Klons an die Sache heran, so erwartet einen ein recht spannendes, wenn auch einfach gestricktes böses Black/Death Metal-Werk, welches darüber hinaus einige majestätische Passagen inne hat. Die CD gibt's bei Misanthrophia Discos für äußerst faire 13,- Euronnen. Kaufen!

Sepulchral Metal at its best! Buy ör Die!


Darbietungen:
01. The clarity of death
02. Blood craving
03. At the sinner's stake
04. Mortal woe
05. Tenthousand graves
06. Of light and obscurity
07. The confession
08. Diabolical christening
09. Inquisition
10. Sacrification
11. Darkness in the sign of evil

Laufzeit: ca. 52 Minuten

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