Mittwoch, 24. August 2016

Review: Atel & Syndrom Einsamkeit - The Last Way (CD, Wolfmond Production - 2016)

Nun schon die zweite Split mit den Deutschen SYNDROM EINSAMKEIT, an die ich mich heranwage... ich hätte nach der letzten von mir besprochenen gemeinschaftlichen Scheibe mit MORTO selbst nicht mehr damit gerechnet. Da ich nun aber mal gebeten worden bin, auch hier zu meine Meinung abzugeben, werde ich dem Wunsch natürlich nachkommen, wenn es für beide Bands auch nicht sehr gut ausgehen wird, wie mir meine Erfahrung mit beiden zeigt. Ob sich diese Meinung revidiert, lest ihr im folgenden...




Beginnen wir mit ATEL aus Amiland. Das Solo-Projekt, welches mir bereits durch die Split mit dem ebenfalls unsäglichen Projekt NATANAS noch irgendwie in Erinnerung ist. Der Herr steuert die ersten beiden Lieder bei. "Night in the Grim Forest" beginnt da noch gar nicht einmal so schlecht, besser als ich erwartet hatte. Doch nutzt sich der recht monotone Stil schnell ab. Nichts gegen Monotonie, doch dann erwarte ich auch ein Werk mit hypnotischer Kraft, was hier leider nur im letzten Drittel so wirklich gelingt. "Night of the Wolf's Vengeance" klingt ziemlich ähnlich und dümpelt auch irgendwie so einfach vor sich hin. Mir passiert hier einfach zu wenig, als dass die Musik mein ernsthaftes Interesse wecken könnte.

Kommen wir zu SYNDROM EINSAMKEIT, die die letzten drei Stücke zelebrieren. Die ersten beiden schlicht "I" und "II" getauft, geht es auch gleich in die Vollen. Kein nerviges Intro, keine kitschigen DSBM-Parts. Hier regiert mal wieder nur eines - und das ist pures Chaos. Im Gegensatz zu der letzten Split der Herren, die ich rezensiert hatte, habe ich hier jedoch das Gefühl, dass mal etwas mehr Zeit (ein paar Sekunden) in das Zusammenspiel der Instrumente investiert wurde, dabei ist diese Split hier eigentlich älteren Datums. So wirklich aus den Stiefel hauen tut mich das jetzt allerdings nicht. Richtig scheiße-asi wird es dann erst mit dem letzten Beitrag "Seelenfolter"... der Titel ist Programm, so viel sei verraten - und 'verstörend' wäre noch eine untertriebende Beschreibung dessen, was hier vor sich geht. Disharmonische Kakophonie, ein übersteuerter Gesang, der zum Schluss noch einmal richtig (richtig, richtig...) krank wird und kaum erträglich ist.

Fazit:
In beiden Fällen war es das zweite Mal, dass ich die Band hörte. Der Ami von ATEL macht seine Sache recht solide, allerdings fehlt hier noch ein Quäntchen mehr Spannung im Treiben, um wirklich interessant zu wirken. So ist es höchstens Durchschnitt, was hier geboten wird, wenn das Potential auch mehr hergeben würde. Die Deutschen von SYNDROM EINSAMKEIT zelebrieren wieder chaotischen und selbstzerstörerischen DSBM, der wieder einmal sehr untypisch für das Genre sehr räudig dargeboten wird. Wäre diese Band ein Trash-Film, er wäre ein potentieller Kandidat für das Tele5-Format SchleFaZ... irgendwie möchte man so etwas gar nicht schauen, doch ist es schon so herrlich bescheuert, dass man es doch gucken muss! Die Split kommt als Pro-CDr im Jewelcase und ist auf 50 Einheiten limitiert und kann für 5,- Euronnen + Versand direkt beim Label bezogen werden. Bestellungen gehen wie immer an: wolfmond_production@web.de.

Jetzt kein reiner Totalausfall, aber wirklich lohnen tut sich diese Split auch nicht. Muss jeder für sich selbst entscheiden... ich geh mir für das Geld lieber ne Currywurst-Pommes essen. Wohl bekomm's.


Darbietungen:
Atel
01. Night in The Grim Forest
02. Night of The Wolf's Vengeance
Syndrom Einsamkeit
03. I
04. II
05. Seelenfolter

Laufzeit: ca. 22 Minuten

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