Sonntag, 10. Juli 2016

Review: Impure Ziggurat - Raping the Quantum Womb of the Macrocosm (MC, Magister Dixit - 2015)

Aus Frankreich stammt die Horde IMPURE ZIGGURAT. Gegründet im Jahr 2012 und bestehend aus vier Mannen, legte man im letzten Jahr endlich sein erstes Werk in Form dieser Demo-Kassette vor und wird im September diesen Jahres eine neue EP vorlegen. Grund genug also, sich mal eingehender mit dem Erst-Werk der Franzosen auseinanderzusetzen...









Geboten werden dem geneigten Hörer vier Lieder, wovon der erstes lediglich als kleines Intro mit Samples dient. Die gesamte Spielzeit beläuft sich dabei dann auch nur auf knapp etwas über 12 Minuten. Das reicht aber auch, um das zum Ausdruck zu bringen, um was es der Band hier geht. Die Horde zelebriert nämlich ziemlich gradlinigen Black/Death Metal, der eine nicht zu leugnende spirituelle Ader besitzt. So weisen die vier dargebotenen Lieder eine durchgehend düstere und rituelle Atmosphäre, die auch ruhig schon einmal in Chaos, Tod und Leid versinken darf. Natürlich dürfen hier auch die sägenden Gitarrensoli innerhalb der Songs nicht fehlen, aber IMPURE ZIGGURAT haben noch weitaus mehr zu bieten: sie spielen mit dem Tempo, bauen öfters einmal Wechsel mit ein, um hier und da ein wenig das kontinuierliche Uptempo aufzulockern, auch stimmig eingesetzte Samples lassen sich ausmachen. Ansonsten lassen sich die typischen Zutaten dieses Stil feststellen: ein mehr gegrunzter und gröllender tiefer Gesang, schnelles Gitarrenspiel, brachiales, aber sauberes Schlagzeug.

Fazit:
Alles in allem ist "Raping the Quantum Womb of the Macrocosm" ein solides Werk der Schwarzmetall/Todesblei-Mixtur geworden. Den einen wird es wohl doch wieder etwas zu uninspiriert daherkommen, doch man muss auch irgendwie ein Gespür für dieses spezielle Sub-Genre haben, welches ich hier mal als Anti-Cosmic Death Worshipping Goat Metal umschreiben möchte. Es gibt wirklich Bands im Underground, die einen immer wieder überraschen im Black/Death, und IMPURE ZIGGURAT beweisen mit ihrer Demo, dass sie auf jeden Fall das Potential besitzen, es mit bekannteren Kombos aufzunehmen. Die Kassette ist übrigens inzwischen komplett ausverkauft, aber wie gesagt, wird in naher Zukunft eine EP folgen. Noch eine kleine Randnotiz zum Abschluss: bei dem Sänger handelt es sich um den gleichen wie bei NECROBLOOD, die den meisten vielleicht mehr etwas sagen werden.

Goat Worshipping Black Metal of Death - nothing left to say!


Darbietungen:
01. Kālo'smi lokakṣayakṛt pravṛddho
02. Uranium clouds in antediluvian skies
03. Earth convulsion - Macrocosm abortion
04. Zeta Orionis Conspiracy

Laufzeit: ca. 12 Minuten

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