Sonntag, 10. Juli 2016

Review: Behewrath - Grim Echoes of the North (Digitales Album - 2016)

Bei BEHEWRATH handelt es sich um ein relativ junges Solo-Projekt des Individuums Helvete aus Tschechien. Logo, Cover und Titel sprechen bereits eine deutliche Sprache, und so dürfte es auch keinen weiter verwundern, dass hier reiner Underground Black Metal geboten wird. Was die Demo kann, dazu gibt es nun folgende Eindrücke...








Erst einmal zum Wesentlichen: es handelt sich hier um die erste Demo-Veröffentlichung des Projekts, welches neben einer digitalen Version auch noch eine gepresste CD-Version spendiert kriegen wird. Die Demo enthält vier Titel und hat gut 23 Minuten Spielzeit. Zelebriert wird hier ein ursprünglicher, satanisch inspirierter Schwarzmetall, der ohne irgend einen Schnickschnack daher kommt und ziemlich minimalistisch gehalten ist. Dafür aber doch schon mal eine recht ordentliche Atmosphäre aufzubauen weiß. Die Intention des Protagonisten war es hier auch eindeutig, dem alten Black Metal der ausgehenden 80er und frühen 90er Jahre Tribut zu zollen. MAYHEM, BURZUM, BATHORY, MORBID... TORMENTOR bishin zu JUDAS ISCARIOT oder MOONBLOOD dürften hier wohl Pate gestanden haben - aber es ist wohl vorwiegend der finstere nordische Flair, der auf "Grim Echoes of the North" abgefärbt haben dürfte: sagt ja allein schon der Titel. So enthält die Demo auch nahezu alles, was ein Werk dieser Ära ausmacht. Die Musik hält sich dabei überwiegend im majestätischen Midtempo auf und versprüht eigentlich kontinuierlich eine Stimmung zwischen morbider Schwärze, satanischer Erhabenheit und boshafter Aggressivität.

Fazit:
Insgesamt betrachtet ist "Grim Echoes of the North" gar kein schlechtes erstes Demo. Allerdings jetzt auch nichts wirklich Hervorstechendes und erst recht nichts Neues. Das möchte es aber auch gar nicht sein, was ja schon an der Intention des Mannen Helvete klar abzusehen sein sollte. Wer hier also Innovation erwartet, wird mit BEHEWRATH sicherlich nicht glücklich werden. Wer allerdings mal wieder richtig Bock auf rauen Old-School-Shit hat und seine alten Platten nicht hervorkramen möchte, der wird hier gut bedient. Über die Visagenheft-Seite der Band gibt es einen Verweis zum kostenlosen Download der Demo, sowie eine Kontaktadresse, an die man sich zwecks einer CD-Bestellung wenden kann (die CD wird Ende des Monats herauskommen, auf 25 Exemplare limitiert sein und mit Blut signiert).

Recht solider Old-School-Flick, mehr aber auch nicht. Um allerdings auf Dauer überzeugen zu können, müsste die Band noch ein Quäntchen mehr Eigenständigkeit an den Tag legen.


Darbietungen:
01. Grim Echoes of the North
02. Eternal Blackpath
03. Towards the Valley of Nothingness
04. Caught by Mighty Shadows

Laufzeit: ca. 23 Minuten

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