Sonntag, 31. Juli 2016

Review: Azaxul - The Fleshly Tomb (CD, Misanthrophia Discos - 2016)

Nachdem im vergangenen Jahr die Demo "Horned Furies" aus dem Jahr 2010 in professioneller Form wieder-veröffentlicht wurde, folgte nun vor gut einem Monat das erste Voll-Album von AZAXUL, dem alleinigen Projekt von Azaxul aka Gaamalzagoth, der Teil der mystischen Band MOONBLOOD war und unter dem Pseudonym Profano Mysteriis auch bei DEMONIAC singt, die ja im letzten Jahr auch wieder re-aktiviert wurden.






Klar erkennt man hier eindeutig, dass es sich um den ehemaligen MOONBLOOD-Sänger handelt, da die Stimme von Azaxul doch sehr markant ist, auch was die Schreie anbelangt. Der Gesang ist größtenteils grimmig und hasserfüllt, klingt sehr ursprünglich und nicht, wie man es so oft hat heutzutage, überproduziert und perfekt. Er scheint direkt aus dem tiefen Schlund der Hölle zu erschallen, aus dunklen und vermoderten Katakomben. Gleiches gilt für die Musik, die ebenfalls einen charmanten Underground-Flair versprüht und alles andere als sauber und perfekt klingt. Aber genau so soll es ja schließlich auch. Hinzu kommt, dass die Lieder deutliche Parallelen zu den Werken älterer Bands von Azaxul aufweisen. "30 Pieces of Silver" beispielsweise greift die erhabene und doch nihilistische Atmosphäre von MOONBLOOD auf, die durch den großzügigen Einsatz von Samples entstehen, die sich mit dem räudigen Schwarzmetall paaren. "The Sepulchral Whore" hingegen ist etwas thrashiger und erinnert dabei an alte nordische Bands, bietet gar schneidendes Gitarrensolo.

Fazit:
Mit "The Fleshly Tomb" ist dem deutschen Projekt AZAXUL ein recht solides erstes Album gelungen, dass sich im Untergrund nicht zu verstecken braucht. Es macht auch keinen Hehl aus den offensichtlichen Einflüssen und den musikalischen Vorbildern. Der Protagonist bietet hier schlicht und einfach Schwarzmetall aus dem Underground, für den Underground und sollte jeden Jünger des Kultes mehr als bloß zufriedenstellen. Das Werk erschien sowohl auf CD als auch auf Vinyl (die LP-Version entbehrt allerdings dem Song "Under the Banner of Hate". Bestellungen sind an die hauseigene Schmiede Misanthrophia Discos zu entrichten.

Für alle, die den alten Geist weiter leben und noch nicht vergessen haben. German Underground at its best!


Darbietungen:
01. Shrouded with Death / Bloodspell
02. 30 Pieces of Silver
03. The Sepulchral Whore
04. The Fleshly Tomb
05. Into Frozen Forests
06. Cryptborn Shadows
07. Under the Banner of Hate (MOONBLOOD Cover)
08. Salem's Children / Negrologue in Death-Dur

Laufzeit: ca. 57 Minuten

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