Donnerstag, 30. Juni 2016

Review: Sheidim - Shrines of the Void (CD, Dark Descent Records - 2016)

Neues gibt es auch aus dem Hause Dark Descent zu vermelden. Die veröffentlichten dieser Tage das Debüt-Album der Spanier SHEIDIM, welchem lediglich eine EP aus dem letzten Jahr vorherging. "Shrines of the Void" hat eigentlich alles, was ein zeitgemäßes Black Metal-Album benötigt, was seinen Weg mit Sicherheit auch in den Einzelhandel finden wird.







Und die Leute, die jetzt schon wieder "Ausverkauf!" brüllen, denen kann ich es noch nicht einmal verdenken. Aber für nichts anderes ist das Label ja eigentlich auch bekannt, oder? Aber das gehört ja eigentlich jetzt auch nicht hier hin, eine Grundsatzdiskussion wäre ohnehin ziemlich sinnlos. Widme ich mich also dem vorliegenden Werk. Natürlich ist "Shrines of the Void" 1A produziert und klingt für ein Schwarzmetall-Album mit Death-Einschlag fast schon eine Spur zu sauber und fehlerfrei. Die druckvolle Mixtur hat aber auch den Vorteil, dass die ziemlich okkult wirkende Chaos-Atmosphäre, wenn man sie denn so nennen will, bestens hervorgehoben wird. Das hat so etwas von den absolut chaotischen und disharmonischen Sphären, in denen NIGHTBRINGER schweben. Gefällt mir einfach. Der Nachteil an der Sache ist aber sicherlich, dass sich eigentlich jedes x-beliebige Release, was nicht direkt aus dem Underground kommt, heutzutage so anhört. Alles eine Spur zu perfekt und zu sauber. Zahnlos? Würde ich nicht sagen, da solche Songs wie "Amrita" schon ordentlich Ärsche treten.

Fazit:
Qualitativ natürlich ein hochwertiges Album, was leider den Nachteil hat, dass es sich nicht sonderlich von anderen ähnlich klingenden Bands aus der heutigen Zeit (ich nenne hier jetzt nur einmal WATAIN und NIGHTBRINGER) unterscheidet. Trotzdem gelingt es der Band durchweg eine dichte und stimmige (okkulte) Atmosphäre zu erzeugen, was die Angelegenheit auf jeden Fall sehr hörenswert macht, vor allem die sägenden Gitarrensoli vermögen es, einen regelrecht in ihren Bann zu ziehen. Die CD wird man mit Sicherheit in jedem Laden zumindest bestellen können, der Tonträger führt. Als Tipp für Interessenten aus Deutschland sei hier mal das Portal Dodax.de genannt, bei denen man ab dem 15. Juli 2016 die Vinyl-Auflage des Albums ergattern kann.

Kann, aber definitiv kein Muss!


Darbietungen:
01. First Poison
02. Shrines of the Void
03. Deviant Kingdom
04. Sunken Nigredo
05. Amrita
06. Without Veins
07. Remnants

Laufzeit: ca. 36 Minuten

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