Dienstag, 21. Juni 2016

Review: Narvik - Ascension To Apotheosis (CD, Folter Records - 2016)

Die deutsche Formation NARVIK (NRVK) brachte im vergangenen Jahr auch endlich mal wieder ein neues Album heraus. Der Nachfolger von "Triebe nach der Endlichkeit", welches vor etwa drei Jahren veröffentlicht wurde, bietet dann auch genau das, was man eigentlich von der Band erwartet, auch wenn sich der Stil etwas gewandelt hat.








So kann man der Gruppe ein deutlichen Schritt nach vorne attestieren. Die Instrumente sind ähnlich räudig und doch melodisch wie beim ersten Album, der Gesang hat sich jedoch deutlich gewandelt und klingt hier viel rauer und kehliger als noch auf dem Vorgänger. Die Grundstimmung ist wesentlich fesselnder und atmosphärisch dichter - passagenweise steigt das Ganze schon beinahe in okkulte und astrale Sphären - was ja auch wunderbar vom Coverartwork reflektiert wird. Ansonsten lassen sich jede Menge eher knüppelnde Momente finden, wie es schon auf dem Debüt der Fall war. Mit dem Unterschied, dass hier alles etwas zusammengehöriger und stimmiger klingt. "Ascension To Apotheosis" möchte eindeutig als Gesamtwerk betrachtet werden, einen wirklich hervorstechenden einzelnen Song gibt es daher nicht, was aber nicht heißen soll, dass das Album im Ganzen ohne Höhepunkte wäre. Eher im Gegenteil entdeckt man hier und da immer mal wieder hörenswerte Details und Spielereien, die das Geschehen interessant halten und dafür sorgen, dass es nicht langweilig wird.

Fazit:
Das neue Werk der Deutschen NARVIK kann sich hören lassen, ganz außer Frage. Brutaler und eingängiger Black Metal, der trotzdem aber nichts an Melodie und Rhythmus einbüßt und spielerisch recht solide daherkommt. Auch die leicht riutelle und okkulte Note steht der Band gut zu Gesicht und verleiht der Sache noch einmal etwas mehr Atmosphäre. Das ist im Prinzip nichts Neues, wird aber gut und authentisch rüber gebracht. Insgesamt ist die Band also ziemlich herangereift und "Ascension To Apotheosis" klingt wesentlich stimmiger als noch "Triebe nach der Endlichkeit". Folter Records brachten das Album als CD im Digipak heraus. Diese kann sowohl über den Mailorder des Labels, als auch über jede x-beliebige Einzelhandels-Fachmarkt-Kette bestellt werden oder aber ihr stattet dem Distro von Lupus Tonkunst einen Besuch ab und unterstützt damit direkt die Band und die Label-Arbeit des Band-Mitgliedes Lupus.

Gehört mit unter die Top10 der diesjährigen deutschen Schwarzmetall-Veröffentlichungen, ohne Wenn und Aber! Alle, die hier einen Kauf in Erwägung ziehen, werden nicht enttäuscht werden.


Darbietungen:
01. Invokation II
02. Wounds of Aspiration
03. Geist zu Scherben
04. Psychotic Reedemer
05. Fecundity of Death
06. Berstende Säulen
07. The Shore
08. Barren Semen

Laufzeit: ca. 41 Minuten

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