Sonntag, 19. Juni 2016

Review: Humanitas Error Est - Human Pathomorphism (CD, Satanath Records / Black Plague Records / Abstruse Eerie Radiance - 2016)

Harschen, kompromisslosen Schwarzmetall präsentieren die Herren HUMANITAS ERROR EST aus Ostdeutschland. Das Debüt "Human Panthomorphism" der sechs Hassprediger enthält satte 11 Lieder und weist dabei eine Spielzeit von gut 40 Minuten auf. Was das Teil taugt: meine Eindrücke im Folgenden...








Jawohl, das Sextett aus Leipzig prügelt sich hier förmlich durch ihr erstes Album, bietet man am Anfang noch ein kurzes Intro so metzelt man im Opener "Quod homos appellatur morbus est" bereits ordentlich los, als gäbe es keinen Morgen und macht auf diese Weise auch gleich unmissverständlich klar, dass man nicht gekommen ist, um Gefangene zu machen. Passend dazu ist da auch der Text gehalten, der im Gegensatz zum Titel nicht auf Latein verfasst ist, sondern in deutsch. Auch "Pain Feeder" schlägt in eine ähnliche Kerbe: schnell, brutal und doch rhythmisch und melodisch. In gewisser Weise haben die Deutschen etwas von den Schweden DARK FUNERAL, aber auch alte DISSECTION dürften hier eine nicht unerhebliche Inspirationsquelle in instrumentaler Hinsicht gewesen sein. Bei genauerer Betrachtung erkennt man dann auch, dass es sich hier um ein äußerst ausgeklügeltes, spielerisch sehr technisch versiertes Werk handelt, was man gerade im Gitarrenspiel erkennen kann (ich hebe hier mal den Song "Die Macht deines Glaubens" hervor). Das ist nett, zeitweise wirklich intensiv und mitreißend, stellt aber alles andere als einen leichten Zugang dar und dürfte einigen wohl eine Spur zu verfrickelt sein.

Fazit:
Die Deutschen legen mit ihrem Erstlingswerk ein ordentliches Werk vor. "Human Panthomorphism" ist ein äußerst misanthropisches Black Metal-Album geworden, dass stilistisch stark an die nordische Szene der Mitt-90er angelehnt ist und vielleicht auch gerade für deren Anhänger mehr als interessant sein dürfte. Allerdings schafft es die Band in meinen Augen nicht gänzlich, sich wirklich hervorzuheben durch eigene Akzente - es existieren zwar durchaus Passagen und Stücke, bei denen man wirklich Lust bekommt, mal wieder Kleinholz aus irgendetwas zu machen, aber insgesamt kommt das Ganze doch eher eine Spur zu monoton und ohne das Quäntchen Eigenständigkeit rüber. Schade.

Schwierig - einerseits ein recht ordentliches Album, welches sich jedoch nicht großartig vom Durchschnitt abzuheben weiß. Auch verlangt die Truppe dem Hörer einiges ab, wer sich allerdings darauf einlassen kann, wird mit dem Silberling sicherlich glücklich werden.


Darbietungen:
01. Destroyer of Worlds
02. Quod Homo Appellatur Morbus Est
03. Pain Feeder
04. Jagdzeit
05. My Sexual Benediction
06. Raping Religions
07. One Piece Human
08. Die Macht deines Glaubens
09. Skinning Alive
10. Bestial Penetration
11. Human Pathomorphism

Laufzeit: ca. 40 Minuten

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