Donnerstag, 30. Juni 2016

Vorab-Review: Devilgroth & Desolated Souls - Drevobog Split (CD, Wolfmond Production - 2016)

Das Split-Album zwischen den Russen DEVILGROTH und DESOLATED SOULS aus Venezuela kam bereits zweimal auf CD heraus. Einmal von Depressive Illusions aus der Ukraine (limitiert auf 66 Stück) und dann von Silentium in Foresta aus Mexiko (limitiert auf 25). Nun folgt bald eine erneute Auswertung des Gemeinschaftstonträger unter dem Banner der deutschen Schmiede Wolfmond, die das Teil in einer A5-Digi-Hülle veröffentlichen werden. Ob die Mühe etwas taugt, lest ihr nun...







Man mag zwar von dem ganzen jetzt halten, was man mag: Tatsache ist aber, dass es auf Grund der doch sehr geringen Auflagen ziemlich unwahrscheinlich ist, dass dieses Werk sonderlich viel Beachtung im west-europäischen Raum fand. Dies soll nun wohl mit der erneuten Veröffentlichung geändert werden. Nun, verdient hat es "Drevobog" auf jeden Fall. Doch beginnen wir am Anfang, an dem DEVILGROTH aus Russland stehen. Das Duo zelebriert die ersten drei musikalischen Rituale und bieten hier einen rauen, aber nicht unbedingt uninspirierten Schwarzmetall, der vor allem im Gitarren- aber auch im Schlagzeug-Spiel einige nette Ideen und Details bietet und den Hörer permanent bei der Stange hält, indem das Niveau konstant gehalten wird und das Geschehen nicht zur Langeweile verkommt. Die Tatsache, dass es sich hier um ein Duo handelt, lässt natürlich Assoziationen mit Bands wie INQUISITION oder MORRIGAN zu, die jedoch nur sporadisch ausfallen. DESOLATED SOULS besteht aus drei Leuten, wobei ihnen ein wirklicher Schlagzeuger fehlt - die Drums sind daher leider nur aus der Konserve, was man teilweise auch hört. Musikalisch bewegen sie sich eher auf dem Pfad des Depressive Black Metal, der aber auch mal schnell vorgetragen werden darf. Der Gesang ist allerdings über jeden Zweifel erhaben, da gibt es nichts zu meckern. Mal böse und vor Hass keifend, dann mal krank und kreischend. Das hat was.

Fazit:
DEVILGROTH können hier mit ihrer finsteren und kalten Atmosphäre punkten, die auch einige Thrash-Gitarren, sowie ein paar Ambient-Einflüsse enthält. Sehr geiler Stoff. DESOLATED SOULS können da musikalisch leider nicht ganz mithalten und bleiben daher etwas auf der Strecke, verkommen durch einige solide Darbietungen jedoch nicht zur kompletten Null-Nummer. Muss man definitiv mögen. Die CD wird demnächst veröffentlicht werden, kommt wie gesagt im A5-Digi und wird auf 100 Exemplare limitiert sein. Einfach die Augen im Wolfmond-Shop offen halten.

Erster Teil solide, zweiter... naja. Muss letztlich jeder selber wissen, ob sich die Anschaffung für ihn lohnt, in meinen Augen rechtfertigen DEVILGROTH den aber allemal.


Darbietungen:
Devilgroth
01. Rage of Blizzard
02. Spirit of the Wood
03. Rivers
Desolated Souls
04. Lightnings in the Storm
05. Mirtwood
06. Cold Land

Laufzeit: ca. 39 Minuten

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