Samstag, 7. Mai 2016

Review: Pestkult - Soul Collector (CD, Narbentage Produktionen / Satanath Records - 2015)

PESTKULT aus dem Saarland veröffentlichten letztes Jahr ebenfalls ihr erstes vollständiges Album. Nachdem mir die Band noch von ihrer 2014-Split "Devils Work in the Witchtower" relativ schmerzhaft in Erinnerung ist (so gut fand ich sie wirklich nicht), war ich gespannt, wie sich die Band auf ihrem neuen Werk gemacht hat...







Gut, dass man bei einer Band mit der Ausrichtung nicht gerade Innovationen erwarten darf, dürfte klar sein. Und auch nach dem einlegen der CD war mein erster Gedanke "Oh nein, bitte nicht...", aber das wandelte sich dann auch wieder nach dem ersten Lied und quasi-Intro "Possessed", welches doch tatsächlich einen eher DSBM-lastigen Gesang bietet. Der Titelsong gefällt mir da um einiges besser und "Okkultes Schlachtkommando" hat einen sehr spielfreudigen Rock-Einschlag. "Finsternis in Ewigkeit" ist dann auch gleich als ein fieser Bastard zwischen räudigem Minimal-Schwarzmetall und Okkult Rock zu bezeichnen, dagegen zeigt sich "Pestkult" beinahe schon wie eine Hommage an MOTÖRHEAD. Der Gesang ist dagegen als durchaus krank zu bezeichnen und weckt nicht nur hier Assoziationen mit der Kombo HELLFUCKED - dazu passend sind auch die hier verwendeten Einspielungen, die allerdings auch zu NATTEFROST passend würden. Das folgende Stück "Im Zeichen der Ziege" schlägt da wieder einen direkten räudigen Black Metal-Pfad ein und bietet dazu noch eine sehr hymnische Solo-Gitarre. "Fuckin' Hell" bietet dann noch einmal dreckigen Black 'n' Roll und nach einem kurzen Sample erklingt mit "Sick Occult Shit" der letzte Song, der noch einmal gitarrenorientierten Satanic Rock mit schnellen Black Metal-Parts bietet.

Fazit:
Zugegeben, ist das erste Album von PESTKULT jetzt kein Überwerk, oder eine Scheibe, die man nun unbedingt besitzen muss. Dafür ist die Musik einfache eine Spur zu gewöhnlich. Wer allerdings mal wieder richtig Bock auf kernigen old school Black Metal mit rotzigem Rock-Einschlag hat, der ist mit "Soul Collector" mehr als gut beraten, denn wirklich schlecht ist das Album nicht, und hebt sich gerade durch seine, wenn auch nihilistischen, Gitarrenspiele sowie den Gesang durch gleichartige Werke ab. Im Online-Shop von Narbentage gibt es die CD für alle Interessenten noch zu erwerben.

Kein Muss, als Old School Maniac kann man dem Ganzen aber ruhig eine Chance geben.


Darbietungen:
01. Possessed
02. Soul Collector
03. Okkultes Schlachtkommando
04. Finsternis in Ewigkeit
05. Pestkult
06. Im Zeichen der Ziege
07. Fuckin' Hell
08. Sick Occult Shit

Laufzeit: ca. 31 Minuten

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