Dienstag, 3. Mai 2016

Review: Midnight Callings - Pilgrims of the Black Hole (CD, Into Dungeons Records - 2016)

Nachdem das letzte Werk, das selbstbetitelte Debüt, vor beinahe vier Jahren das erste Mal veröffentlicht wurde (auf CD, ebenfalls auf Into Dungeons) und 2014 eine Wiederveröffentlichung auf Kassette erfuhr (unter dem Banner von Schattenkult), ohne jedoch irgendwelches neues und zusätzliches Material zu beinhalten, folgte nun im Januar diesen Jahres der Release des zweiten Albums "Pilgrim of the Black Hole"...






Auch anno 2016 gibt es sie noch... diese wirklich mystischen Bands, die den Geist längst vergangener Tage in ihrer Musik weitertragen. MIDNIGHT CALLINGS ist in der Tat ein Projekt, über das mal so ziemlich wenig wirklich bekannt ist. Weder wer dort mitwirkt, noch wie viele Mannen sich überhaupt dort austoben. Auch wann die Band gegründet wurde, ist nicht so wirklich klar. Die einzigen Fakten sind, dass man hier das bisher zweite Voll-Album vorliegen hat (ob noch irgendwelche Demo-Veröffentlichungen existieren ist auch umstritten - man munkelt halt). Ein weiterer Erkenntnispunkt ist, dass MIDNIGHT CALLINGS in ihrer Machart einen sehr erhabenen Black Metal zelebrieren, der ebenso getragen wie mystisch daherkommt. Der Hinweis im Beiheft "Listen in total darkness under the nightsky!" kommt also nicht von ungefähr, sondern gibt in wenigen Worte eigentlich genau das wider, was die Atmosphäre von "Pilgrims of the Black Hole" in ihrer Essenz ausmacht: Dunkelheit. Finsternis. Endloses Schwarz. Blut, Schweiß und die Qualen der Hölle. Die Wanderung durch den Sündenpfuhl des Totenreiches dauert lediglich vier Lieder an, die allerdings auch eine Gesamtlänge von 44 1/2 Minuten aufweisen, was das Ganze für einige vielleicht doch zu einer kleinen Geduldsprobe werden lassen dürfte. Zum Abschluss hält das Album mit "Where the Raven Rests" noch ein Cover des MYSTICUM-Songs "Where the Ravens Flie" bereit.

Fazit:
Das neue Machwerk der deutschen Formation MIDNIGHT CALLINGS ist bei weitem kein leicht zugängliches Album geworden. Zu monoton und zu einfallslos scheint das ganze auf den ersten Blick. Aber das ist auch der erste Eindruck. Wer die Muse hat und sich wirklich dem Album öffnen kann, wird mit einem sehr atmosphärischen Werk mystischen Schwarzmetalls entlohnt.

Schwarzmetall mit stimmungsvoller Mystik. Ein musikalisches Erzeugnis absoluter Dunkelheit!


Darbietungen:
01. Pilgrims of the Black Hole
02. Bleak
03. Dust
04. Where the Raven Rests (MYSTICUM Cover)

Laufzeit: ca. 44 Minuten

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