Samstag, 9. April 2016

Review: Uprising - Uprising (CD, Wolfsgrimm Records - 2016)

Bei der 2014 gegründeten Band UPRISING handelt es sich um ein junges Projekt des Solo-Musikers W. aus Bayern. Dabei stellt das titellose Werk die erste Scheibe der "Band" dar, welche gleich den Umfang eines Voll-Albums besitzt und unter dem Banner des Labels Wolfsgrimm Records erschien.









Aufgenommen wurde in den Schattenschmiede Studios (u.a. auch Hersbtklagen und Waldgeflüster), das finale Mastering erfolgte im Irsins Sound Studio (Nargis etc.). Für das richtige Klangbild ist also auf jeden Fall schon einmal gesorgt. Sämtliche Instrumente wurden von W. selbst eingespielt, der Information im Beiheft nach zu urteilen handelt es sich bei den Drums allerdings nur um ein Programming, was jedoch als sehr gut zu bezeichnen ist und sehr vital wirkt (was vielleicht auch an der soliden Produktion liegt). Und auch sonst ist das Erstlingswerk von UPRISING eine klare Kampfansage an die Gesellschaft, Stupidität, Mitläufer und sonstige Herdentiere. So ist auch eine wiederkehrende Thematik in allen Titeln des Werkes, sich zu erheben und sich aus den Ketten des Lebens zu befreien. Und das wird (und kann) auf vielfältige Art und Weise interpretiert (werden). Einerseits in Zusammenhängen wie (Anti-)Religiosität, Satanismus, das Leben und den Tod, andererseits aber auch in einem gesellschaftskritischen Kontext. Passend dazu ist das Album auch kein reinrassiges Black Metal-Werk, sondern beinhaltet auch einige rockige Einflüsse, wobei gerade im Gesang immer ein gewisser Hang zum Post-Hardcore besteht, der immer mal wieder latent durchscheint. Aber der Gesang bietet noch mehr: chaotische klare Passagen oder sogar als Chor zu bezeichnende Abschnitte. Die Instrumente halten sich meist im getragenen Midtempo, legen aber auch schon einmal einen Gang zu, so dass Lieder wie "Behold the Eternity of Stars" oder "Uprise" neben dieser kraftvollen Atmosphäre noch etwas regelrecht episches bekommen. Passender Weise lassen sich dann teilweise auch ein paar Samples finden (laut Information aus Filmen / Serien wie "Mr. Robot", "Spartacus" und "Cosmos").

Fazit:
Ein gelungenes Debüt. UPRISING ist hier ein sehr gutes und für Underground-Verhältnisse sehr gut produziertes Album gelungen, welches aber auch nicht zu sauber und steril klingt. Mit traditionellem Schwarzmetall hat es allerdings auch nur bedingt etwas zu tun - der Sound klingt erfrischend modern und auch irgendwie anders, bietet einige Einflüsse aus anderen Genres und auch thematisch widmet man sich mehr, als die meisten 08/15-Bands. Sehr passend ist auch das Logo, welches im Übrigen aus der Feder von Lukas Wezel stammt, der bereits das Logo der Band Scarcross zeichnete. So rate ich den Puristen unter euch auch erst einmal zu einem Antesten, bevor ihr einen Kauf in Erwägung zieht. Die CD erschien im Digipak und kann entweder direkt über die Band oder aber über Wolfsgrimm Records für jeweils 10,- Euronnen exklusive Versand bezogen werden. Zudem existiert die Möglichkeit, auf der offiziellen Bandcamp-Präsenz von UPRISING in das komplette Album reinzuhören und sich ggf. eine digitale Kopie gegen eine Gebühr von 7,- Euronnen herunterzuladen.

Gelungenes deutsches Black Metal-Album, welches erfrischend anders klingt!


Darbietungen:
01. Introduction
02. Uprise
03. Thrones to Overthrow
04. Gather the dark Spirits
05. Ravens in dark Skies
06. Nihilistic Chants
07. Behold the Eternity of Stars

Laufzeit: ca. 39 Miunten

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