Samstag, 23. April 2016

Review: Nécropole - Nécropole (CD, Northern Heritage - 2016)

Mal wieder Black Metal aus Frankreich. NÉCROPOLE existiert seit 2013 und aus drei Leuten zusammen (mittlerweile sind es nur noch zwei). Diese CD wiederum stellt eine Zusammenstellung der beiden bisherigen Demos "Atavisme..." und "Ostara" dar. Veröffentlicht wurde unter dem Banner der finnischen Schmiede Northern Heritage. Damit wäre diese Band neben PESTE NOIRE die zweite Franzmann-Kombo, die Northern Heritage bislang veröffentlicht haben.






Immerhin steht das Label ja mittlerweile für eine gewisse Qualität im Untergrund-Sektor: DEATHSPELL OMEGA, BAPTISM, KADOTUS, MGLA, PHLEGEIN oder auch SATANIC WARMASTER (ich oute mich nun als Anhänger diverser Werke des Finnen) haben in der Vergangenheit dort veröffentlicht oder lassen ihre Werke sogar heute noch unter dem Banner von NH produzieren. Aber darum geht es jetzt und hier ja auch gar nicht.

Kommen wir also zur vorliegenden CD: die Franzosen NÉCROPOLE liefern hier etwas ab, was ich schon längere Zeit aus dem französischen Raum nicht mehr vernommen habe. Unkonventionelle, okkulte Schwarzmetall-Atmosphäre, die einfach auf alles scheißt. Keine Trends. Keine Kinderkacke. Keine Experimente. Keine Kompromisse. Schlicht und ergreifend Black Metal, der keine Zugeständnisse macht. Mystisch, geisterhaft, erhaben und majestätisch sind ebenso Begriffe wie misanthropisch, kalt, okkult und auch desolat, die mir auf Anhieb beim hören in den Sinn kommen. Die ersten drei Lieder, welche von der "Atavisme..." Demo stammen sind da noch eher simpel gehalten, besitzen aber trotzdem das gewisse Etwas. Diesen Spirit. Den wahren Geist. Mit den Liedern von "Ostara" merkt man dann auch, dass es sich hier um ein anderes Werk handeln muss, da man eine deutliche Steigerung an den Instrumenten erkennen kann, auch bewegt man sich hier zuhauf im schnelleren Midtempo und kann mit einer dichten Atmosphäre punkten.

Fazit:
Diese Zusammenstellung zweier alter Demo-Werke der mir bisher völlig unbekannten Band kann sich mehr als nur hören lassen und vermag es, den Geist alter Legion Noir-Zeiten einzufangen, ohne diesen primitiven Stil zu kopieren. Es gibt sie noch im Underground: die Erben der 90er in Frankreich... man muss sie nur suchen. Deutsche Interessenten sollten sich zwecks einer Anschaffung am besten an Amor Fati Productions oder an Iron Bonehead wenden, die beide das Werk in ihren Shops haben.

Mystisch-erhabener Schwarzmetall aus Frankreich. Unbedingt empfehlenswert!


Darbietungen:
01. Le Ver Immonde
02. Perdition de l'Atavisme Cristallin
03. Souveraineté du Maudit
04. Immanence
05. Trahison Fratricide
06. Nécropole

Laufzeit: ca. 44 Minuten

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