Donnerstag, 24. März 2016

Review: Spell Forest - Candelarum (Digitales Album - 2015)

Die Band SPELL FOREST begegnete mir bereits für ein paar Jahren. Auf einer Börse entdeckte ich gleich zwei CDs der Truppe aus Brasilien. Cover gefielen... eingesackt. Warum auch nicht? Das ganze entpumpte sich dann sogar als recht solide. Ob dies auch auf den neuesten Output der Band in Form dieser digitalen EP zutrifft, lest ihr im folgenden...








"Candelarum" beginnt wie gewohnt: etwas symphonisch, dann düster, ein wenig okkult. Das Tempo bewegt sich im Mid-Bereich, darf aber auch ruhig schon einmal angezogen werden. Bereits zu Beginn wird also klar, dass sich hier nicht allzu viel geändert hat, außer, dass die Horde doch noch einmal in instrumentaler Hinsicht eine Schippe drauf legt und sich sehr professionell melodiös und spielfreudig gibt, ohne jedoch auf eine räudige Produktion zu verzichten. Die zelebrierte Musik wird dem Cover gerecht, denn von finsterer ritueller Atmosphäre, über brachiale Raserei und schwarz-hymnischen Passagen ist hier, nicht zuletzt auch Dank der symphonischen Einflüsse, so ziemlich alles vertreten. Gerade der letzte Song "Viva Satanas" zeigt die wahren Stärken dieses Mini-Werkes.

Fazit:
Mit "Candelarum" beweisen SPELL FOREST einmal mehr, dass sie eine der unterbewertetsten Bands aus dem brasilianischen Underground sind. Kennen tut sie kaum jemand, zumindest kenne ich kaum Leute, die jemals von der Band gehört hätten, und doch zählen sie in meinen Augen zu den interessantesten Truppen aus Süd-Amerika, eben weil sie anders klingen, nicht nur diesen nichts sagenden High-Speed-BM nach Schema-F runter daddeln, sondern sich auch durchaus Zeit für atmosphärische Momente nehmen und es mit ihrer Musik schaffen, wirkliche Emotionen auf verschiedenen Ebenen aufzubauen und zu transportieren. Die EP gibt es zum kostenlosen herunterladen auf der offiziellen Heimseite der Truppe.

In meinen Augen mit das Beste, was Brasilien momentan zu bieten hat!


Darbietungen:
01. Candelarum
02. Rebellionis
03. Hoc Est Corpus Meus
04. Viva Satanas

Laufzeit: ca. 16 Minuten

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