Freitag, 11. März 2016

Review: Natanas - Quiescence (Digitales Album - 2016)

Meine Fresse, was dieses Projekt für einen Output hat, ist echt unglaublich. So lange liegen die Besprechungen des letzten Voll-Albums und der Split mit Atel noch gar nicht zurück. Begeistert war ich von beiden Werken nicht sonderlich, wie man hier, bzw. auch hier nachlesen kann. Nun bin ich aber auch kein voreingenommener Mensch, sondern gebe einem Projekt gerne noch einmal eine zweite oder auch dritte Chance. Und was soll ich sagen... "Quiescence", so der Name des neuen Albums des Allein-Unterhalters Namtaräum kann sich durchaus hören lassen...




Am Stil an sich hat sich eigentlich nicht großartig etwas geändert. Das ganze scheint hier aber eine Spur eingängiger in seiner Darbietung. Hatten etwa die Songs vom "Eram numquam amicum vestrum" Album insgesamt ein atmosphärisches Potential, so wird dieses auf dem aktuellen Werk auch wirklich ausgespielt. Doch, in vielerlei Hinsicht macht die aktuelle Veröffentlichung von Natanas einiges richtig. Den Liedern wird durch ihre Längen eine wunderbare Epik verliehen, die Musik gibt sich dabei aber gewohnt rau und ungeschliffen. Die Grundstimmung scheint dieses Mal etwas depressiver als noch auf dem direkten Vorgänger. Das erinnert mich zeitweise an frühere Xasthur (als die Musik noch hörbar war). Leider ist die Länge gleichzeitig aber auch das Problem einiger Songs: so gibt man sich natürlich auch wieder ziemlich monoton, was als Stilmittel ja auch durchaus in Ordnung geht, nur übertreibt man es in meinen Augen hier und da doch schon einmal, so dass sich schnell Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen.

Fazit:
Natanas hat mich mit diesem Release regelrecht überrascht. "Quiescence" ist zwar weiterhin sehr davon entfernt, ein wirklich herausragendes Album zu sein, aber immerhin kann sich die Musik gut im Durchschnitt eingliedern. Zu mehr reicht es in meinen Augen aber nicht. Das Werk macht zwar vieles richtig, was auf den vergangenen Album einfach nicht funktioniert hat, weist aber nichtsdestotrotz unnötige Längen auf, die schnell Langeweile aufkommen lassen. Interessierte können sich das Album auf Wunsch kostenlos oder gegen eine kleine Spende auf der offiziellen Bandcamp-Profilseite des Projekts herunterladen.

0815 - Black Metal vom Fließband. Viel mehr leider nicht!


Darbietungen:
01. Faceret illud prohibere
02. Dealt Sacrifise
03. Infelix
04. Hope Destructor Loop
05. Exitium
06. Nihil sum
07. Inscium sicarius
08. The Thickening Of Lydia
09. Yhaltet
10. Lucifer In Asphalt
11. Reluctant Spirit

Laufzeit: ca. 65 Minuten

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