Sonntag, 13. März 2016

Review: Irkallian Oracle - Apollyon (CD, Nuclear War Now! - 2016)

Gute drei Jahre ist es her seit "Grave Ekstasis", das Debüt-Werk der Gruppe aus Göteborg erstmals das Licht dieser finsteren Welt erblickte. Ca. ein Jahr später wurde es dann erneut von N.W.N.! Productions veröffentlicht, die nun auch das aktuelle Album veröffentlichten.









Anhänger des ersten Werkes werden sich hier auch gleich heimisch fühlen, denn geändert hat sich an dem Stil nicht wirklich viel. Zelebriert wird immer noch ein sehr düsterer, okkulter Mix aus Black und Death Metal, der sehr doom-latig daherkommt. Jedoch liegt der Fokus hier eindeutig auf dem Todesblei, welches sehr old school dargeboten wird. So sind die Saiten-Instrumente gnadenlos tiefer gestimmt und die Bässe kommen einem wie ein allgemeines Dröhnen aus den schwärzesten Tiefen des Nexus vor. Hinzu gesellt sich ein abgründiger, meist gröllender Gesang, der jedoch auch schonmal schreiend und rituell krächzend vorgetragen wird. So werden die sechs Lieder von einem okkulten roten Faden durchzogen, bieten gleichzeitig finstere langsame, fast schon bedächtige Passagen, um dann wieder durch ihre Brutalität, Kompromisslosigkeit und schließlich durch ihre unheimliche Atmosphäre, die durch spielerisch sehr gute Tempo- und Stimmungswechsel erreicht wird, zu glänzen.

Fazit:
"Apollyon" ist kein Album für jedermann und garantiert auch nicht für jede Gelegenheit. Um das neue Werk aus der Feder der Schweden zur Gänze erfassen zu können, sollte man sich auf eine bestimmte Bewusstseinsebene begeben. Erst dann entfalten die sehr trance-lastigen Melodien ihre gesamte Wirkung. Ein Album, welches man auf jeden Fall alleine, in Stille, Dunkelheit und schwachem Kerzenschein bei voller Lautstärke hören sollte. Das Album erschien neben dem CD-Format im Slipcase auch auf Vinyl, welche allerdings schon vergriffen zu sein scheint. Deutsche Kunden wenden sich zwecks einer Bestellung der CD am besten an Iron Bonehead Productions, welche die CD im Shop führen.


Darbietungen:
01. Reflections
02. Conjuring The Expulsed
03. Sol
04. Elemental Crucifixion
05. Apollyonic Enstasis
06. At The Graveyard Of Gods

Laufzeit: ca. 57 Minuten

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