Donnerstag, 17. März 2016

Review: Funebria - Dekatherion: Ten Years of Hate & Pride (CD, Satanath Records / Darzmadicus Records - 2015)

Das Quartett FUNEBRIA aus Venezuela treibt auch bereits seit 2004 ihr Unwesen im Underground. Nun ließ man im letzten Jahr mit dem mir vorliegenden Album bereits sein zweites auf die Menschheit los.










Südamerikanischer Black Metal ist ja immer so eine Sache... da muss man schon drauf stehen und eine Vorliebe für technische Thrash-Elemente besitzen, damit der Funke überspringt. Für europäische Hörgewohnheiten ist das natürlich alles andere eins einfach, da Black Metal in unseren Breitengraden ja eher mit dem Klangbild eisiger Weiten und misanthropischer Kälte gleichgesetzt wird. Inquisition sind ein gutes Beispiel für eine Band, die es geschafft hat, sich auch in Europa eine große Anhängerschaft erspielt zu haben. Doch ist die Band ja auch nicht mehr das, was sie einmal war - die Jahre als südamerikanische Thrash Metal Band mit Black-Einfluss sind lange vorbei und inzwischen agiert die Band auch von den USA aus. Oder Hetroertzen, die allerdings auch erst seit ihrer Auswanderung nach Schweden so wirklich hörbar geworden sind. FUNEBRIA bilden da leider auch keine Ausnahme. Musikalisch gibt man sich einem rasenden Black Metal-Stil hin, der kaum Zeit für Verschnaufpausen bietet, und dabei in spielerischer Hinsicht sehr technisch daherkommt und eine ordentliche Portion Thrash, aber auch Death besitzt. Der Gesang kommt sehr schreiend daher, fast hysterisch und daher an manchen Stellen wirklich regelrecht nervend. Nicht ganz Cradle of Filth-like, aber es geht schon in die Richtung.

Fazit:
Black Metal aus Südamerika wird mich wohl nie mehr so wirklich begeistern können. Dafür bin ich einfach zu sehr von der nord-europäischen Szene beeinflusst. Die Band legt sich dabei aber ordentlich ins Zeug, das muss ich ihnen zugestehen und spielerisch befindet man sich auf einem technisch hohen Niveau. Ihre Instrumente beherrschen die Herren. Allerdings gibt mir diese brachiale Immer-volles-Rohr-Mentalität der Band persönlich nicht sehr viel. Schade drum. Die CD ist auf 500 Exemplare limitiert und über den Online-Shop von Satanath Records aus Russland zu beziehen.

Nur für High-Speed-Fetischisten!


Darbietungen:
01. Intro
02. Consolamentum
03. Serpent Sign
04. Whores Of Babylon
05. Nihilist Revelation
06. Divide & Conquer
07. Aeon Of Tyranny
08. Azag (The Crown Of Void)
09. Cult Of Cosmic Destruction
10. Tormento (Bonus Track)

Laufzeit: ca. 42 Minuten

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