Mittwoch, 24. Februar 2016

Review: Thromos - Besessen (CD, Necro Genocide Records - 2016)

Kein Jahr ohne ein Album von THROMOS! Doch, mittlerweile kann man schon sagen, dass sich das so langsam bei der Horde aus Deutschland eingependelt hat. Waren bis zum "Haures" Album noch ein bis zwei Jahre dazwischen, so erschienen die darauf folgenden Werke in regelmäßigen Abständen jährlich. Produktiv, die Herren, und so stellt "Besessen" das mittlerweile siebente Voll-Album der Truppe da.






Auf dem Silberling lassen sich mal wieder acht Lieder samt eines nicht aufgeführten zusätzlichen Liedes am Ende finden. So weit nichts Neues also. Auch die Tatsache, dass man sich nicht großartig mit 'atmosphärischen' Intros aufhält, hat sich nicht geändert - THROMOS schöpfen direkt aus den Vollen und bereits der Opener "Luzifer (schwarzer Stern)" verdeutlicht, dass die Herren Nissen und Mortifer keinen Deut von ihrem Pfad abgewichen sind. Ganz im Gegenteil: war gerade "Haures" in der Produktion doch sehr laut, schaltet man mit "Dematerialisation" wieder einen Gang runter und besann sich auf "Translunare Transzendenz" gar komplett auf seine Wurzeln und orientierte sich eher wieder am Klang des "Hexenkult" Albums. Mit dem aktuellen Werk setzen die beiden Besessenen diesen Trend konsequent fort, klingen einerseits noch einmal eine ganze Ecke rauer und doch erfrischend anders. Dem ursprünglichen Schwarzmetall stehen rotzige Rock-Einflüsse und thrashige, teils aber auch sehr Heavy Metal-beeinflusste Gitarrenläufe gegenüber. "Daemon" bietet gar ein sehr thrashiges Solo. Zum ersten Mal gibt es die kompletten Texte auch zum nachlesen im Beiheft. Diese sind vor allem satanischer Natur, glorifizieren den Tod, den Teufel, das Abdanken der Weltreligionen und den Black Metal als Kult. Besonders hervorheben möchte ich hier noch den Titelsong des Albums, der quasi eine lyrische Reise durch die gesamte Diskographie der Band darstellt, dabei das aktuelle Werk mit einbezieht und vielleicht sogar schon einen ersten Hinweis auf ein kommendes Werk liefert. Das alles trägt zu dieser dichten, authentischen Atmosphäre THROMOS' bei.

Fazit:
Ein durch und durch gelungenes Album. Deutscher Schwarzmetall in Reinkultur. Wem die Abmischung von "Haures" zu laut und holprig war, "Dematerialisation" jedoch zu leise und sich an der rauen Atmosphären der Werke "Alte okkulte Macht" und "Hexenkult" mit dem weiter geführten rotzigen Satanic Rock-Einfluss von "Translunare Transzendenz" nicht satt hören kann, kommt an "Besessen" definitiv nicht vorbei. THROMOS Anhänger sowieso nicht. Das Album ist bisher nur auf CD erschienen, welche im Online-Shop von Necro Genocide Records bestellt werden kann. Eine Limitierung ist mir nicht bekannt. Gleiches Label möchte in naher Zukunft auch eine Vinyl-Auflage des Albums nachliefern - wenn das mal nichts ist!

Klare Kaufempfehlung meinerseits.


Darbietungen:
01. Luzifer (schwarzer Stern)
02. Die Gefallenen
03. Daemon
04. Entweiht
05. Alte dunkle Aura
06. Die Kräfte körperlosen Seins
07. Thromos (schwarzer Pfad)
08. Besessen
09. Unbetitelt

Laufzeit: ca. 61 Minuten

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