Samstag, 6. Februar 2016

Review: Remember That You Will Die - Remember That You Will Die (Digitales Album - 2016)

Bei Remember That You Will Die handelt es sich um ein internationales Black Metal-Projekt deren Mitglieder aus Australien und den Niederlanden stammen. Dabei stellt das selbst-betitelte Werk das erste Voll-Album der Black Metaller dar, die auch mit einigen Post-Einflüssen arbeiten.









In diesem Fall ist ein komplettes Album als erstes Lebenszeichen der Band aber durchaus legitim. Dies hat zum einen den Grund, dass es sich hier um eine 'wirkliche' Band handelt, die auf Grund der großen Distanzen zwischen den agierenden Musikern wohl wahrscheinlich auch keine Zeit haben, großartig viele Demos vor einem Album rauszuhauen. Zum anderen sind sämtliche Mitglieder bis auf eine Ausnahme bereits in Bands aktiv (gewesen), darunter auch recht bekannte. Zugegeben lässt das Logo im ersten Augenblick zunächst an die Deutschen Der Weg einer Freiheit denken, dieser Eindruck verflüchtigt sich aber schon bei den ersten Klängen des Werkes. Im Gegensatz zu den Deutschen, deren Stil zugegebener Maßen ähnlich ist, lassen sich Remember That You Will Die mehr Zeit, um düstere Atmosphären zu erzeugen. Statt beinahe durchgehender brachialer Raserei wird hier auch mal ein sanfterer Ton angeschlagen und es erklingen unheimliche Flüstergesänge. Es wird generell mehr experimentiert und dem Keyboard wird mehr Platz eingeräumt. Das findet seinen Höhepunkt im Stück "Exultation", in dem eigentlich nur Dark Wave mit Black Metal-Gesang nebst Gitarren-, Bass- und Schlagzeugeinsatz geboten wird, bis er sich dann zu einem von Shoegaze durchzogenen Black Metal-Song entwickelt, der sich gerne depressiven Zügen hingibt.

Fazit:
"Remember That You Will Die" ist mit Sicherheit keine leichte Kost, und wird für einige wohl schon zu viel Experimentierfreudigkeit an den Tag legen. Vor allem das Lied "Exultation" wird den einen oder anderen mit seinen guten 13 Minuten Spieldauer strapazieren. Aber einfache Kost... das will das Album auch nicht sein und versucht es auch gar nicht erst. Alleine der Titel suggeriert es ja bereits, dass die Erfahrung, die man mit diesem Werk machen wird, tiefgreifender und schwerer zugänglicher ist, als die Standard-Kost, die man im Black Metal gewohnt ist. Ein intensives Album, welches auch durchaus solide präsentiert wird, dem letztlich jedoch eine professionelle Produktion gut getan hätte, welche die bedrückende Atmosphäre mit Sicherheit noch einmal eine Spur besser zur Geltung gebracht hätte. Das Album könnt ihr euch kostenlos auf dem Bandcamp-Profil der Band herunterladen.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Despoliation
02. Landschaft
03. Exultation
04. Estuary

Laufzeit: ca. 35 Minuten

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