Sonntag, 14. Februar 2016

Review: Hostium - The Bloodwine Of Satan (LP, Iron Bonehead Productions - 2016)

Das deutsche Label hat sich die kanadische Kapelle Hostium aus Vancouver unter den Nagel gerissen, die mit vorliegendem Werk ihr erstes Voll-Album vorlegen. Diesem ging ein Demo-Tape voran, welches allerdings auch schon satte acht Jahre auf dem Buckel hat.









Die drei Mannen zelebrieren hier verteilt auf sieben Lieder genau das, was man von einem Album mit Namen "The Bloodwine Of Satan" erwarten darf: misanthropischen, kalten Black Metal mit einer düsteren, okkulten Note. Ein wenig Death-Einfluss sowie Anleihen an den Thrash ("Thirst for Destruction") sind ebenfalls auszumachen. Die Aufnahme klingt auch tatsächlich so, als hätte man diese in eine alte Kapelle oder Gruft verlegt. Den Eindruck gewinnt man vor allem bei Gesang und dem Schlagzeug, die beide irgendwie etwas... hallend oder jenseitig klingen. Stilistisch hält man sich im beliebten Midtempo auf, legt aber zeitweise auch schon einmal eine Gangart zu ("From Soulless Ruins"). Zum Abschluss bringt man dann auch noch einmal gleichzeitig den gelungensten Song des Albums, welcher sich da "Heathen Burial" schimpft, der mit seiner kranken Atmosphäre aus Psycho Black Metal und ritueller Musik sehr bedrohlich und verachtend wirkt.

Fazit:
Mit Hostium's "The Bloodwine Of Satan" bekommt man genau das, was man auch von solch' einem Album erwartet. Geradlinigen, düsteren Black Metal, dessen dichte Atmosphäre so schwer ist, dass einem der Gruftgestank förmlich in die Nase steigt. Die LP ist auf 500 Stück limitiert, zeitgleich ist das Album auch Necroshrine CD im Jewelcase erschienen. Beides könnt ihr im Online-Shop von Iron Bonehead Productions bestellen.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Through Realms of Oblivion / Holy Spirit of Satan
A-02. Bloodwine Chalice
A-03. Arcane Deathwomb
B-04. From Soulless Ruins
B-05. Epithaph
B-06. Thirst for Destruction
B-07. Heathen Burial

Laufzeit: ca. 37 Minuten

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