Samstag, 2. Januar 2016

Review: Sjodogg - Ode to Obscurantism (CD, Osmose Productions - 2010)

Willkommen, werte Leser, im neuen Jahr. Lasset uns dieses mit einem bereits etwas älteren Werk beginnen. Es handelt sich hier um das vorletzte Album (das jüngste stammt aus dem vergangenen Jahr, welches ich mit Sicherheit bei Zeiten auch noch besprechen werde) der mir bis dato unbekannten norwegischen Kapelle Sjodogg.








"Ode to Obscurantism" macht seinem Namen schon alle Ehre, wenn man sich nur schonmal den Anfang anhört. Ungewohnt, unharmonisch, irgendwie chaotisch und sehr obskur. Mit anderen Worten eher schwer zugänglich. Willkommen in der musikalischen Landschaft der Progressive Black Metaller Sjodogg. Nicht nur das Cover wirkt irgendwie merkwürdig minimalistisch und beängstigend, sondern auch die kakophonischen Darbietungen der Herren. Einerseits hat man hier nihilistischen Black Metal, andererseits aber auch viele eher genre-fremde Einflüsse, sowohl in den Instrumenten als auch im Gesang. Wohl dosiert platzierte Tempowechsel, akustische Passagen, wie auch eher komplett progressive Stellen durchziehen das Geschehen genau so wie Stimmungswechsel in den Vocals, der mal schreiend, mal keifend, mal flüsternd, gröllend oder klar daherkommt.

Fazit:
Alles in allem ein durchaus gelungenes Album, auch wenn es schon die ein oder andere Länge aufweist. Aber immer, wenn man denkt, dass es zu monoton wird, passiert wieder etwas Unverhofftes, was "Ode to Obscurantism" eindeutig über das Mittelmaß hervorhebt. Man muss sich allerdings auf die Musik, die wirklich alles andere als eingängig ist, einlassen können/wollen und gewillt sein, etwas über den Tellerrand zu schauen, auch wenn Sjodogg hier mehr ursprünglichen Black Metal bieten als andere progressive Schwarzmetall Kapellen wie etwa die jüngst bewerteten Ekstasis.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Dehicence
02. Winter Sickness
03. Black Locust Solace
04. Cordylobia the Emasculator
05. Day of the Centipedes
06. The Unmolested
07. Rhegma
08. In the Pungent Mires of Aholibah

Laufzeit: ca. 44 Minuten

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