Sonntag, 24. Januar 2016

Review: Summum - Benedictus Qui Venit In Nomine Domine - Redeamus Ad Mort Domine (LP, Mysticism Proudctions - 2016)

Auch das Debüt-Album des okkultistischen Black Metal-Projektes Summum aus dem Jahr 2014, welches ursprünglich nur auf Kassette vertrieben wurde, erfährt dieses Jahr durch Mysticism eine Auswertung auf Vinyl. Multitalent Swartadauþuz (u.a. auch Grav, Azelisassath, Bekëth Nexëhmü, Svartrit und Urkaos, sowie Ancient Records und Mysticism Productions) zeichnet auch für dieses noch eher unbekanntere Projekt von ihm verantwortlich. Dem Album ging im Jahre 2013 die 7'' Vinyl EP "Orchestra Mali, et Devotionem" voran, die mit ihrem verstörenden Stil schon für einiges Aufsehen unter 250 Eingeweihten sorgen konnte.


Der Stil wird hier auch gnadenlos fortgeführt. Letztlich ist es schwer in Worte zu fassen, was einen hier wirklich erwartet. Wohl am zutreffendsten wäre der die Umschreibung 'vertonte Anbetung des Totenkultes', was wohl auch irgendwie die Intention der Band treffen würde. Hier wird weit mehr als Black Metal geboten. Eine nihilistische Atmosphäre trifft hier auf Minimalst-Instrumentalisierung und ähnlich wie schon bei Bekëth Nexëhmü muss man Summum zugestehen, aus minimalsten Mitteln das Maximum an beängstigend-beklemmender Atmosphäre zu erzeugen. So kommt einem beim Hören des Werkes in seiner Gesamtheit unweigerlich das "Projekt Misanthropia" der Niederländer Stalaggh (wer es nicht kennt, einfach mal im Weltnetz recherchieren) in den Sinn. Mal abgesehen davon, dass dies hier musikalisch betrachtet wertvoller und wesentlich mehr nach Black Metal klingt. So gibt es auch keine wirklichen Songs - nur Seite A und Seite B, die das Gesamtwerk beinhalten und deshalb auch gleich nacheinander gehört werden sollten.

Fazit:
Absolut krank - mehr fällt mir dazu einfach nicht mehr ein. Ein mehr als obskures Werk, was man entweder genial findet oder es hasst, aber auf jeden Fall einmal erlebt haben sollte (deshalb auch vornehmlich mein oben geschriebener Vergleich). Das war schon mit der vergangenen EP so, für die ich mich nicht wirklich begeistern konnte. Hier verhält es sich aber anders, was wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, dass der Black Metal hier wesentlich deutlicher zum tragen kommt. Wenige Exemplare sind, neben den beiden aktuellen Bekëth Nexëhmü-Platten, im Online-Shop von Amor Fati Productions erhältlich.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Part I
B-02. Part II

Laufzeit: ca. 42 Minuten

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