Sonntag, 24. Januar 2016

Review: Morar - Walheim (CD, Nebular Winter Productions / Apocalyptic Art Records - 2016)

Wer hätte gedacht, noch einmal etwas von Morar zu hören. Liegt die erste und bisher einzige EP-Kassette ja schon geschlagene drei Jahre zurück (was jetzt zugegebener Maßen auch nicht sonderlich lange in dieser 'Szene' ist, aber trotzdem). "Chants of Ossian" entpumpte sich damals für mich als absoluter Glücksgriff - manches Mal hat man halt doch Erfolg bei Blindkäufen - und hat heutzutage bereits einen gewissen Geheimtipp-Status. Nun also das erste vollwertige Album.





Nun, viel Informationen sind es nicht, die zu Morar existieren. Es handelt sich wohl um eine Ein-Mann-Band. Ob dies allerdings zutrifft, oder woher die Band eigentlich stammt, ist nicht gänzlich bekannt. Immerhin schafft es Morar in sämtlichen sozialen Geschwüren des Weltnetzes aufzutreten und doch noch diese Geheimnisse zu bewahren. Hut ab. Das Werk "Walheim" bietet indes einmal mehr großartigen erhabenen und atmosphärischen Black Metal. Gänzlich ohne den Einfluss von Ambient-Teppichen oder ausschweifender Epik ala Summoning und co. wohlgemerkt. Lediglich ein paar Anleihen an die Folklore scheint hier und da durch. Auch benutzt man Chöre und sonstige Samples. Aber dies geschieht wie bereits erwähnt in einem vertretbaren Rahmen und nimmt niemals zu ausschweifende Züge an.

Fazit:
Ein sehr atmosphärisches, nichtsdestotrotz aber spielerisch direktes Werk 'anspruchsvoller' Black Metal Tonkunst. Die sieben Lieder von "Walheim" dürften daher auch jeden Freund erhabener Klänge mit Naturmystik vollends zufrieden stellen. Die CD im Jewelcase umfasst auch noch ein 8-seitiges Beiheft. Interessenten aus Deutschland sollten zwecks einer Bestellung direkt an das Label Apocalyptic Art wenden.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Embrace the Torrent
02. Torn by Thorns
03. Afflications
04. Lake Creek Valley
05. Thee to Scorn
06. 'Tis Night
07. Lonely Mountains

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen