Sonntag, 24. Januar 2016

Review: Bekëth Nexëhmü - Dauþuz (LP, Mysticism Productions - 2016)

Das Jahr fängt ja bereits gut an. Da ist noch nicht einmal ein Monat vorbei, und schon winken zwei neue Veröffentlichungen der Schweden von Bekëth Nexëhmü. Wobei neues Material enthalten die beiden jüngst erschienen LPs nicht. So wurde neben diesem ersten Demo, welches ursprünglich auf Kassette in einer Stückzahl von gerade einmal neun veröffentlicht wurde und sich nun zum ersten Mal auf Vinyl vorliegt, auch eine Neuauflage des längst vergriffenen Debüt-Albums heraus gebracht - ebenfalls unter Mysticism. Die Besprechung zu der Scheibe findet sich hier, weshalb ich im Falle "De dunkla herrarna" auch auf eine Rezension verzichten werde.


Widme ich mich also ausschließlich hier vorliegendem Werk "Dauþuz", welches original im Jahr 2010 veröffentlicht und wohl für diese Veröffentlichung auf Platte etwas klangtechnisch bearbeitet wurde. Wenn man bedenkt, dass es sich bei dem Teil um eine erste Demo auf wahrscheinlich nicht professioneller Kassette handelte, die sowieso nur den engsten Kreis erreicht haben dürfte, mehr als verständlich. Gerüchte erreichten mich gar, dass es sich bei dieser Demo um ein reines Instrumental handeln sollte, was ich mit dem Erwerb dieser Platte allerdings widerlegen kann. Sir N. hat laut Angabe nur das Schlagzeug neu eingespielt. Geboten werden dann auch sechs Lieder (Seite "ëth" umfasst die ersten drei, die letzten befinden sich auf Seite "Hmü") im alt-bewährten Stil - wer die Band also bisher ob ihrer mystischen, kalten Atmosphären zu schätzen gelernt hat, wird auch von dieser Platte nicht enttäuscht werden. Hypnotische Black Metal Tonkunst, die einfach nicht von dieser Welt abstammen kann.

Fazit:
Damals wie heute stellt Bekëth Nexëhmü für mich ein Phänomen dar. Kaum eine andere mir bekannte Kapelle, versteht es so gut mit minimalsten Mitteln das Maximum an Atmosphäre zu erzeugen. Alte Helden sind längst tot, haben sich dem Kommerz preisgegeben und Prinzipien über Bord geworfen oder leben einfach nur noch in ihrer Scheinwelt und spielen immer noch Musik, die mehr und mehr in der Belanglosigkeit versinkt. Doch was diese Horde hier mit jedem Werk neu erschafft, ist Schwarzmetall in seiner puren, kalten Essenz. Hässlich, desolat und gleichzeitig erhaben. Große Kunst!

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. I
A-02. II
A-03. IV
B-04. III
B-05. V
B-06. VI

Laufzeit: ca. 39 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen