Samstag, 2. Januar 2016

Preview: Centipede - Sarnath (CD, Inverse Records - 2016)

Neues Futter aus Finnland. Auch wenn das Logo und das Cover vielleicht darauf schließen lassen: es handelt sich hier eindeutig nicht um Death Metal (auch keinen post-modernen), sondern viel mehr um klassischen Stoner Rock mit Heavy Metal versetzt. Centipede präsentieren mit "Sarnath" nach zwei EPs und einer Split-Veröffentlichung ihr Debüt-Album. Was es bringen wird, lest ihr im folgenden...







Centipede agieren als Trio. Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug. Mehr braucht es ja auch nicht. Musikalisch setzt man vor allem auf eine dreckig-rotzige Stoner Rock Variante mit Asi-Rock-Attitüde, die an Bands wie Mammoth Mammoth aus Australien oder auch die unterschätzten Schweden Odyssey erinnert. So zeigt sich auch gerade der Gesang ziemlich rau und abgefuckt dreckig. Das ganze ist auch mit reichlich Heavy und Doom Metal versetzt und gibt dem Album noch einmal die richtige Härte, Melodie und Tiefe, die es benötigt. Sehr gut kommt dies bei "Frostbite" zur Geltung oder auch im Instrumental "Abyssal". "Black Mead" weist gar eine etwas okkulte Note auf - geht aber nicht den konsequenten Weg von Huata. "Beacon of the Profane" ist dagegen wieder richtig heavy und tritt ordentlich Ärsche. Genauso übrigens wie "Midwinter Wolves", der durch seinen satten Gitarren-Einsatz überzeugt. Den Abschluss macht das namens gebende Titelstück, welches Dank seiner Instrumentalisierung als auch durch seine Länge das epischste Stück der Scheibe ist. Geil!

Fazit:
Mit "Sarnath" ist den drei Finnen ein sehr gutes Debüt-Album geglückt. Die richtige Mixtur aus Stoner Rock/Metal mit der korrekten Dosis Heavy Metal und Doom-Passagen. Die fette Produktion und die epische Inszenierung tun ihr übriges dazu. Ein Album zum genießen und abgehen. Wer auf gut produzierte Gitarren-orientierte Musik abfährt, kommt an diesem Album ohnehin nicht vorbei. Wobei Centipede wohl nicht jedermanns Geschmack treffen werden, wenngleich das Werk natürlich nicht so extrem "hässlich" rüber kommt, wie etwa das letzte Werk "Abysmal Despair" der von mir bereits erwähnten Odyssey aus Schweden. Das Album wird am 04.03.2016 veröffentlicht werden und in drei Varianten erscheinen: zum einen in digitaler Form als Download, als limitierte Auflage auf CD und als 12'' Vinyl-Single, welche neben den beiden ersten Liedern auf Platte noch eine Code-Karte zum Download des vollständigen Albums enthalten wird. Diese Veröffentlichungs-Politik erinnert etwas an das erste Album der Black/Doom Metaller Usnea, die bei der Vinyl-Auflage ihres Debüts auch nur zwei Titel auf der Platte hatten und den Rest mittels Download-Code bereitgestellt.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Drown
02. The Unspoken
03. Frostbite
04. Abyssal
05. Black Mead
06. Beacon of the Profane
07. Midwinter Wolves
08. Sarnath

Laufzeit: ca. 37 Minuten

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