Donnerstag, 10. Dezember 2015

Review: Hoth - Oathbreaker (CD, Epicurus Records - 2015)

Bei vorliegendem Werk handelt es sich um das bereits zweite Album des Duos aus Amiland mit Namen Hoth und stammt aus dem Jahr 2014. Diese Wiederveröffentlichung unter einem Label stammt allerdings aus dem aktuellen Jahr. Neben einer professionellen Gestaltung enthält das Re-Release zwei exklusive Bonus-Stücke. Und zu dem Kurs, für den mir die CD angeboten wurde, fragte ich auch nicht groß nach, obwohl ich die Band bisher so gar nicht kannte...






Es verhält sich wohl auch so, dass man das frühere Debüt-Album wohl getrost vergessen kann, was man von vorliegender Veröffentlichung "Oathbreaker" wohl eher nicht behaupten kann. Zelebriert wird hier allerfeinster melodischer Black Metal mit einer Vielzahl an weiteren Einflüssen, wie etwa Viking Metal, Death und Doom Metal. Auch Folklore fließt hier viel mit ein. Das klingt in etwa so, als würden Immortal auf Dissection und gute alte Enslaved treffen und ein heidnisches Fest mit In The Woods... und Empyrium begehen. So ein wenig Inquisition fließt auch mit ein. Insgesamt sehr atmosphärisch und stimmig. Die stimmt hier nämlich erfreulicher Weise wirklich einmal. Während viele Melodic Black/Death Metal-Vertreter ja oft daran scheitern, dass sie es einfach übertreiben und ihre Musik einfach nur noch nach bittersüßlicher Harmonie klingt, verstehen es Hoth eine wirklich eiskalte Atmosphäre zu erzeugen, die mich in ihrer Kraft und Erhabenheit wie gesagt schon sehr an die Werke der Norweger Immortal zu ihren besten Zeiten erinnert. Die Viking/Heathen Metal-Parts haben auch durchaus einen Charakter vom Schlage eines Falkenbach inne. Bleibt noch zu sagen, dass das King Diamond Cover absolut gelungen ist, der ursprünglichen Version absolut würdig. So muss ein Cover klingen: gleichzeitig eine Hommage an das Original und doch mit einem eigenen Einfluss. Was man sich jedoch hätte sparen können, ist der letzte Song. Das wird wohl nur absolute PC-/Game-Nostalgiker ansprechen.

Fazit:
Hoth legen mit "Oathbreaker" ein schlicht geniales Album ab. Hier melodischer Mix aus Black / Death / Viking / Doom Metal kann sich nicht nur hören lassen und ist spielerisch auf sehr hohem Niveau, sondern klingt auch recht stimmungsvoll. Majestätisch erhaben, gleichzeitig düster und eiskalt. Genau das erwarte ich von einem Werk eines solchen Formates. Vielleicht als reines Black Metal-Machwerk vielleicht nicht vollends seriös genug. Puristen werden hiermit eh nicht glücklich. Die Erstauflage, die die Band selbst an den Mann brachte, wurde als Digipak-CD in einer Auflage von 300 Stück veröffentlicht. Diese Neuauflage kommt ebenfalls im Digipak und ist auf 1000 Einheiten limitiert. Das Album ist via Death Culture Tapes ebenfalls auf Kassette erschienen, limitiert auf 100 Stück (evtl. habt ihr ja Erfolg, und könnt hier noch ein Exemplar abstauben). Die CD bestellt ihr euch am besten gleich bei der Band über deren Bandcamp-Profil. Dort gibt es das Album auch in rein digitaler Form zu erwerben, für die, die es interessiert.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. The Unholy Conception
02. A Blighted Hope
03. Cryptic Nightmares
04. Serpentine Whispers
05. Acolyte of the Tenebrous Night
06. Unending Power
07. Oblivion
08. Despair
09. Welcome Home (King Diamond Cover)
10. Serpentine Whispers (8-bit)

Laufzeit: ca. 65 Minuten

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