Sonntag, 27. Dezember 2015

Preview: Ancestors Blood - Hyperborea (CD, Naturmacht Productions - 2016)

Nach einigen Demos, Splits und zwei  vollständigen Alben präsentieren uns die Finnen Ancestors Blood mit "Hyperborea" demnächst ihr nunmehr drittes abendfüllendes Machwerk. Die Erwartungshaltung ist natürlich dementsprechend hoch, bestachen die vergangenen Veröffentlichungen der Band doch durch ihre gekonnte Machart und einen wohltuenden rauen Pagan Black Metal-Stil, den man bei gleichgearteten Bands auch nur seltener antrifft.






Für alle, die Ancestors Blood noch nicht kennen sollten: es handelt sich um eine fünfköpfige Kombo aus Finnland, die sich hauptsächlich aus Mitgliedern der Band Kadotus zusammensetzt, die ja schon einen gewissen Kult-Status innerhalb des Undergrounds erlangt haben. Aber auch Ancestors Blood wird in manchen Kreisen mittlerweile zum Kult erhoben - was vor allem mit dem doch recht speziellen Stil der Band zusammenhängen dürfte. Der ist für Pagan Black Metal nämlich ungewöhnlich rau. Hier trifft majestätische Erhabenheit auf düster-finstere Schwarzmetall-Klänge. Dies wird auch mit dem neuen Werk fortgeführt. Dunkelheit statt Fröhlichkeit. Nostalgie, Kriegertum und die Erhabenheit der Natur statt sinnentleerter Trinklieder zum Mit-schunkeln. Und bevor die ersten hier jetzt 'Graveland' schreien, so lasst euch sagen, dass die Musik der Finnen (glücklicher Weise) um Längen ausgewogener, atmosphärischer und vor allem abwechslungsreicher ist, als alles, was Rob Darken seit seinem "Immortal Pride" Album zustande gebracht hat! Ein eher gekeifter Gesang verbindet sich mit einem schwarz angehauchten Gitarrenspiel, rhythmischem Schlagzeug und getragenem Tastenspiel. Dazu gesellen sich immer mal wieder wohl platzierte Gitarrensoli (wie bei "Elegies", um mal einen Titel zu nennen) oder auch mal sehr atmosphärische Zwischenspiele oder Einspielungen - kurzum: "Hyperborea" ist ein Album, welches seinen Namen alle Ehre macht.

Fazit:
Nun kenne ich längst nicht alles aus der Diskographie von Ancestors Blood, aber ich wage mal zu behaupten, dass es sich bei "Hyperborea" um eines der bisher besten Veröffentlichungen der Band handelt. Das Album ist ein kleines Meisterwerk heidnischer Black Metal Tonkunst, ohne wenn und aber. Da steht uns ab dem 9. Januar 2016 auf jeden Fall etwas ganz Großes bevor - dann erscheint die Scheibe nämlich bei Naturmacht Productions. Ob die Vorbestellungen schon laufen, weiß ich jetzt nicht mit 100%-iger Sicherheit, ein Blick in den Online-Shop des Labels dürfte aber auf jeden Fall schon einmal riskiert werden. Die CD wird im Jewelcase mit 4-seitigem Beiheft veröffentlicht werden und auf 300 Stück limitiert sein. Meine Empfehlung lautet daher: Kaufen! Und zwar schnell!

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Descension
02. The way of the spirits
03. Autumn (Metsäpirtti, Part II)
04. Elegies
05. Hyperborea
06. Rite of Passage
07. Funeral Rite
08. Ascension

Laufzeit: ca. 52 Minuten

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