Mittwoch, 25. November 2015

Review: Heilnoz & Drengskapur - The Forest's Arcanum Split (CD, Dominance of Darkness Records - 2015)

Die zwei Mannen von Drengskapur aus Landeshauptstadt melden sich nach einiger Zeit und manchen Auftritten auch wieder Mal in Form einer Split-Veröffentlichung zurück. Die letzte Split "Rauhnächte" mit Nemesis Sopor liegt ja nun auch schon gute zwei Jahre zurück. Zwischenzeitlich war die Band musikalisch auch auf dem letzten Unholy Black Art Of Ritual Sampler mit einem exklusiven Lied vertreten.






Doch beginnen wir bei ihren Split-Partnern auf "The Forest's Arcanum". Dem spanischen Trio Heilnoz. Diese steuern die ersten drei Lieder bei. Die drei Stücke laufen unter dem Arbeitstitel "O Peto das Ánimas". Scheint sich da jemand von 'Der Herr der Ringe' inspiriert zu haben? Da muss ich doch glatt an die Horde der gefallenen Geisterheere denken. Wie dem auch sei: die Musik an und für sich ist gar nicht einmal so schlecht. Kriegerischer Black Metal, etwas dumpf produziert und räudig in seiner Darbietung. Einige leichte Pagan-Einflüsse in den Instrumenten lassen sich auch nicht verbergen, zumal hier auch Akustikgitarren ihren Einsatz finden. Die drei Lieder haben jeweils eine Länge von etwa sieben Minuten, was der ganzen Angelegenheit schon beinahe den Charakter eines eigenständigen Mini-Albums gibt, da die 'Geschichte' auch in sich abgeschlossen scheint.

Von Drengskapur stammen dann die letzten vier Lieder der Split. Auch hier agieren die einzelnen Lieder unter dem Gesamttitel "Quell", was dem Ganzen auch wiederum den Charakter eines eigenständig funktionierenden Mini-Albums gibt. So geht es hier thematisch um eine Mär aus dunklen Wäldern. Von düsteren Gestalten, die jedem Menschen auflauern, der es wagt sich an den verborgenen Schätzen der Natur gütlich zu tun. Musikalisch im gewohnten Gewand. Paganer Black Metal mit einer ordentlichen Produktion, die aber trotzdem nichts von der Wildheit der Musik verbirgt. Ganz im Gegenteil habe ich den Eindruck, dass Wintergrimm hier wieder etwas mehr aus dem Herzen heraus keift als es noch auf der letzten Split war, die im Vergleich zu dem hier etwas schwächelt. Auch Angria der Grausame am Schlagzeug donnert voran, als gäbe es kein Morgen. Was nicht heißt, dass die Nummern hier in Geknüppel ausarten, ganz im Gegenteil, geht es hier sehr atmosphärisch zu, und gekonnt wechseln sich schnelle, wie auch hymnische Parts ab.

Fazit:
Heilnoz aus Spanien wird wohl eher die Puritisten ansprechen. Mit ihrer räudigen Variante des Pagan beeinflussten Black Metal können die drei Herren aber durchaus überzeugen. Ich hoffe, in Zukunft mehr von ihnen zu hören zu bekommen. Drengskapur liefern wie gewohnt eine solide Arbeit ab. Insgesamt sind die beiden Lieder (Ein- und Ausklang dabei mal außer Acht gelassen) wieder mehr dem ursprünglichen Black Metal zuzuordnen und weniger paganer Natur. Textlich gesehen aber eine einzige Ode an die Naturmystik. Zudem stellen sie eine nochmalige Steigerung dar. Die CD ist limitiert auf 500 hand-nummerierte Exemplare und direkt bei den Bands zu beziehen. Interessenten aus Deutschland sollten sich daher mit Drengskapur in Verbindung setzen, unter der auf der Homepage angegebenen Email-Adresse.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
Heilnoz
01. Os Albores do Tempo
02. O Abrazo do Outono
03. O Peto das Ánimas
Drengskapur
04. Von den Höhen hernieder
05. Trüg'risches Nass
06. Des Waldes Quell
07. In die Tiefen hinab

Laufzeit: ca. 44 Minuten

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