Montag, 23. November 2015

Nostalgie-Review: Monster Magnet - Spine of God (CD, Glitterhouse Records - 1991)

Endlich mal wieder ein Nostalgie-Review. Wie ich bereits angekündigt habe, handelt es sich dieses Mal um kein Werk aus dem Bereich des Black Metals oder eines artverwandten Genres. Heute geht es hier um das das erste Album der Gruppe Monster Magnet. "Spine of God" folgte damals 1991 auf das 1989 veröffentlichte erste Demo-Tape "Forget About Life, I'm High On Dope" und die '90er EP "Monster Magnet".







Warum ich also unbedingt dieses Album hier jetzt rausgesucht habe? Ganz einfach: zum einen besitze ich die beiden früheren Werke selber nicht, kann ergo auch nicht viel zu ihnen sagen. Zum anderen war "Spine of God" für seine Zeit wirklich bahnbrechend und wegweisend für die Sparten des Stoner und Space Rock war. Die Band sollte später noch sehr bekannt werden mit ihrem "Powertrip"-Album, welches weniger abgespacten Stoner Rock enthielt, sondern eher die Schiene des Power Rock mit etwas spacigen Einflüssen fuhr. Aus diesem Album stammen wohl auch zwei der bekanntesten Lieder der Ami-Band: das titelgebende "Powertrip" (war Teil des OST zu dem Kurt Russell Film "Soldier" und "Space Lord". Gerade nach diesem Album nahmen die Drogeneskapaden des Sängers und Kopfes der Band Dave Wyndorf zu und endeten schließlich damit, dass dieser mit einer Überdosis im Krankenhaus landete. Zudem nahm die Qualität der musikalischen Werke mal mehr, mal weniger rapide ab. Das änderte sich erst wieder mit dem Jahr 2010, in welchem Monster Magnet ihr Album "Mastermind" über das Label Napalm Records (trotzdem ein Rotzlabel) veröffentlichten und seitdem auch dort unter Vertrag sind (seitdem erschien auch das Album "The Last Patrol" sowie zwei Abwandlungen der beiden Napalm-Records-Alben im Retro-Psychedelic-Stil, der an die 60er/70er Jahre angelehnt ist).

Die Musik von "Spine of God" kann man als Mix aus Psychedelic Rock, etwas Punk, aggressiven Grunge und vor allem drogengeschwängerten Stoner Rock mit einem leichten Metal-Einfluss beschreiben. Manche Lieder haben gar eine meditativ zu nennende Atmosphäre inne. Generell merkt man dem Album an, dass von Grund auf ehrlich ist und hier keine Dinge wie Geld oder Trends im Mittelpunkt standen.

Das Album wird man in seiner Erstauflage (vorliegendes Cover) nur noch sehr schwer erwerben können - und wenn, dann nur zu absolut inakzeptablen Preisen. Auch ein paar der Nachpressungen von diversen anderen Labels haben mittlerweile Seltenheitswert, und lediglich Steamhammer hat man es zu verdanken, dass das Album für wenig Geld noch zu haben ist. Dafür ist das Cover leicht abgewandelt., wirkt dadurch aber gleichzeitig auch etwas moderner und künstlerischer.


01. Pill Shovel
02. Medicine
03. Nod Scene
04. Black Mastermind
05. Zodiac Lung
06. Spine of God
07. Snake Dance
08. Sin's A Good Man's Brother
09. Ozium
10. Ozium (Demo) (Bonus Track)


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