Mittwoch, 23. September 2015

Review: Moon - Render of the Veils (CD, Moribund Records - 2015)

Mal wieder etwas neues aus Australien. Mit "Render of the Veils" präsentiert der Ein-Mann-Kult Moon sein nunmehr drittes Voll-Album. Dieses aus dem Hause Morbibund Records und wurde auf einen recht ansehnlichen Silberling gepresst.










Nun, ganz untätig war man mit der Produktion von Musik auch nicht. So erschienen seit dem letzten Album "The Nine Gates" noch eine Split mit der unsäglichen Band Xerbittert und eine Demo-Veröffentlichung, die letztes Jahr ebenso wie das bereits erwähnte zweite Album von Schattenkult Produktionen auf Kassette veröffentlicht wurde. Nun denn - kommen wir zu hier vorliegender CD. Zunächst einmal zu der Frage, was einen hier erwartet: zelebriert wird ein sehr nihilistischer und minimalistisch dargebotener Black Metal, der zudem mit Dark Ambient angereichert ist. Auch bietet der Klang eine gewisse episch-erhabene tiefschwarze Atmosphäre. Klingt zunächst einmal also gar nicht so verkehrt, wird jedoch letztendlich - und das muss ich leider so sagen - relativ unspektakulär dargeboten. Das generelle Problem an dem neuen Album von Moon besteht einfach darin, dass es zu viele Lieder beinhaltet, die einfach nach dem bekannten Schema F ablaufen und kaum wirkliche Überraschungen bieten. Hinzu gesellen sich dann noch die epischen Laufzeiten von sechs Minuten aufwärts (Intro und Zwischenspiel nicht berücksichtigt), bei denen es mir zumindest sehr schwerfiel am Ball zu bleiben und die Sache wirklich durchzuziehen. Wenn man da neun Songs vorgesetzt bekommt, bei denen aber im Prinzip jeder dem anderen vom Ablauf her einfach wie auf's Haar ähnelt, artet das leider auch sehr schnell in monotoner Langeweile aus.

Fazit:
Ich kann jetzt nicht wirklich von mir behaupten, dass mich das neue Werk des Australiers sehr ergriffen hat. "Render of the Veils" besitzt durchaus seine starken Momente, und vor allem in den Neuaufnahmen der "Clavicula Nox"-Lieder "Tunnels of Lost Thoughts" und "Hanged at the Gates" sind diese Stärken deutlich spürbar und diese lassen auch erkennen, dass die Musik von Moon durchaus mehr Potential zu bieten hätte, als dieses eher durchschnittliche Werk. "The Nine Gates" erachte ich als Gesamtwerk als das deutlich stärkere.

5.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Immolation Euphoria
02. Modraniht
03. Oration as Vessel of the Void
04. Casting the Shadow
05. As Stars Merge with Ice
06. Souls Secreted in Transparent Cells
07. Tunnels of Lost Thoughts
08. Hanged at the Gates
09. Mirror of Black Souls
10. Corrosion Delirium
11. Cold Delusions

Laufzeit: ca. 77 Minuten

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