Freitag, 4. September 2015

Review: Goat Torment - Sermons To Death (CD, Amor Fati Productions - 2015)

Nach dem letzten furiosen Debüt-Album, welches vor guten zwei Jahren dem Schattenreich entrissen wurde, präsentieren die Belgier Goat Torment mit "Sermons To Death" nun ihren zweiten Christen zerfleischenden Bastard, welcher wie der Vorgänger ebenfalls durch das deutsche Label Amor Fati veröffentlicht wurde.







Zunächst einmal ein kleiner Umriss für alle, die mit der Band und dem Namen bisher nichts anfangen konnten. Der Kult gründete sich im Jahr 2009, eine erste Demo-Veröffentlichung folgte dann noch im gleichen Jahr. Es folgten dann ganze drei Jahre später zwei 7''er, veröffentlicht durch die beiden Genre-Labels Goatkult Symphonies und Bleak Bone Mortualia. Eine davon war "Into The Mouth Of The Serpent", mit welcher ich zum ersten Mal mit dieser Horde in Berührung kam. Und schon damals war ich sehr beeindruckt ob dieses sehr räudigen Death/Black Metals, der hier zelebriert wird. Hasserfüllt, tiefschwarz, direkt von der Hölle ausgekotzt. Durch und durch satanisch das Ganze. Diesen Eindruck konnte man dann auf dem Debüt "Dominande Tenebrae" nochmals bestätigen und sogar noch vertiefen. Was mich zu vorliegender CD bringt: "Sermons To Death" setzt wohl direkt dort an, wo die Vorgänger-Platte endete. Mal abgesehen von dem kurzen mystischen Intro wird eigentlich in einer Tour Knüppel aus dem Sack gespielt, Zeit zum verschnaufen gibt man dem Hörer so gut wie gar nicht und lediglich das ebenfalls sehr mystisch-erhabene Zwischenspiel "Within The Realm Of Darkness" bringt etwas getragende Atmosphäre ins Spiel. Ansonsten erwartet einen hier das ultimative Böse in Form pfeilschneller, rasierklingenscharfer Gitarren, welche ein Death/Black-Riff nach dem anderen zaubern und auch einen gewissen Thrash-Einschlag nicht leugnen können. Dazu gesellen sich sehr okkultistische Schlagzeugspiele, die auch schon einmal bolzen, als gäbe es kein Morgen. Der hasskeifende Gesang tut sein übriges.

Fazit:
Eines ist klar: wer hier allen Ernstes mit der Erwartungshaltung von hymnischer Atmosphäre an die Sache heran geht, sollte es lieber lassen und direkt einen ganz großen Bogen um dieses Machwerk machen. Auf "Sermons To Death" regiert nur Tod & Teufel! Zerstörung & Hass! Die Ziegenqäuler haben mit ihren Predigten an den Tod ein starkes Death/Black Metal Album geschaffen, was zwar jetzt keine Quantensprünge an Innovation bietet, aber mit Herzblut und jeder Menge Spielfreude vorgetragen ist. Das Album ist bisher nur auf CD im schicken Digipak erhältlich. Klare Empfehlung!

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Opening The Gates
02. Bones Aligned
03. Rising Dominion
04. Hierarchy Of Negligence
05. Within The Realm Of Darkness
06. Defloration Of The Holy Cunt
07. Death Is Crowned
08. The Domineering Profane
09. Of Fire And Brimstone

Laufzeit: ca. 39 Minuten

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