Samstag, 12. September 2015

Review: Eyecult - Morituri Te Salutamus (CD, Ewiges Eis Records - 2009)

Eine bereits ältere Veröffentlichung aus dem Hause Ewiges Eis habe ich hier vorliegen. Das Debüt-Album der schwedischen Black Metal Eyecult stammt bereits aus dem Jahr 2009. Hm... Schweden.









Doch von Anfang: bei Eyecult handelt es sich um ein Duo, die mit "Morituri Te Salutamus" wie bereits erwähnt, ihr Debüt-Album auf die Menschheit loslassen, und welches neben einer früheren Demo-Präsentation, die ich nicht kenne, das bisher einzige Machwerk der zwei Herren darstellt. Zelebriert wird ein ziemlich bolzender, wenn auch recht melodischer Schwarzmetall, der mit einigen Anklängen Todesblei vollgepumpt wurde. So weit, so gut. So bekannt. Ja, Eyecult verstehen es zwar wirklich, ihre Instrumente zu spielen, doch hat man den Eindruck, dass bei aller technischen Finesse und spielerischem Gefrickel, was man hier präsentiert das Wichtigste schräflichst vernachlässigt hat: die Individualität. Der Gesang orientiert sich ziemlich an älteren Marduk, doch auch jüngere Opera IX dürften da sowohl gesanglich als auch instrumental Pate gestanden haben. Verkehrt ist das zwar grundsätzlich nicht, doch vermögen es Eyecult in meinen Augen nicht wirklich dem ganzen Geschehen ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Dann gibt es aber wiederum auch immer mal wieder kleine Lichtblicke innerhalb der einzelnen Songs, die vor allem dann durchscheinen, wenn die Instrumente in die tiefen Sphären des schwedischen Undergrounds eintauchen und Klänge ala Kaos Sacramentum erklingen lassen. Diese Momente sind allerdings leider zu selten ausgefallen.

Fazit:
Ehrlich gesagt weiss ich nicht recht, was ich von dem Album halten soll. Rein von der spieltechnischen Präsentation her, ist es beinahe schon gut - sehr gut ausgefallen. Auch von der Produktion her ist das hier sehr druck- und kraftvoll in Szene gesetzt. Doch mir persönlich ist das hier alles einen Tick zu einfallslos vorgetragen. Bei weitem kein schlechtes Album - doch es gibt einfach zu viele Bands mit ähnlichem Stil und Eyecult bringen einfach nicht genug Eigenständigkeit auf, um aus diesem Pfuhl herauszustechen. So bleibt hier ein Werk mit deutlichem Potential, welches aber nicht ausgespielt wurde. Schade.

6.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Aeternum
02. Saligia
03. Furor
04. Skuld
05. Oblivaeon
06. Ashes
07. Slave

Laufzeit: ca. 32 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen