Freitag, 19. Juni 2015

Review: Ered - Night of Eternal Doom (CD, War Anthem Records - 2015)

So, da bin ich nun aus meinem Österreich-Urlaub zurück, und was habe ich mitgebracht? Diese neue CD einer mir bis dato nicht bekannten Band aus Spanien. Es lebe die Globalisierung - oder so ähnlich. Was das Cover suggeriert, wird hier auch geboten: prügelnde Death/Black Metal-Attacken. Dabei sehen sich die vier Herren in der Tradition alter spanischer Bands wie Mortal Mutilation, denen im Beiheft als auch in Form eines Cover-Songs gehuldigt wird.






Aber bevor es hier ums Eingemachte geht, zunächst ein paar Eckdaten: Ered gründete sich im Jahr 1997 und war vorher bereits unter anderem Namen aktiv. Neben einer Vielzahl von Demos und zwei vergangenen Alben präsentiert man mit "Night of Eternal Doom" sein drittes und aktuelles Werk. Und was hier in musikalischer geboten wird, lässt sich anhand des recht detailverliebten Covers, wie bereits erwähnt, schon erahnen. Es wird instrumental gesehen in erster Linie prügelnder Black Metal Marke Marduk ("Panzerdivision") geboten, aber auch durchaus doomig angehauchte Death-Riffs lassen sich hier finden. Der Gesang kommt wunderbar rau und auch etwas keifend daher, gleichzeitig aber untergründig und donnernd... erinnert mich in Anleihen an Dissection ("The Somberlain"). Doch genug der Vergleiche. Ered zelebrieren ihre Art des Goatworshipping Black Metal Of Death solide und eingängig, mit brutalen und messerscharfen Melodiebögen, die aber nichtsdesotrotz auch irgendwie getragen daher kommen. Eine Handvoll eigener Ideen wurden ebenfalls integriert. Letztlich wurde das Mortal Mutilation Cover am Ende noch mit zwei Original-Mitgliedern dieser Band eingespielt, was die Sache noch einmal enorm aufwertet und die ganze Angelegenheit runder erscheinen lässt.

Fazit:
Ered ist mit ihrem dritten Album ein solides Werk gelungen. Die Szene in Spanien scheint sich langsam aber sicher immer weiter zum Besseren zu entwickeln. Allerdings muss ich sagen, dass mir auf "Night of Eternal Doom" ein wirklich hervorstechendes Lied fehlt. Auch ein klein wenig mehr Abwechslung hätte dem Ganzen mit Sicherheit nicht geschadet. Für alle Oldschool Maniacs aber durchaus empfehlenswert und für Anhänger der spanischen Underground-Szene oder von Mortal Mutilation sowieso - alle anderen sollten die Scheibe wohl besser vorher erst einmal antesten.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Ancient Abominations
02. Ripped From The Abyss
03. Storms
04. Nocturnal Revelations
05. Night Of Eternal Doom
06. Pestilent Black Fog
07. Blackwitch
08. Dark Temple Congregation
09. Black Coffins And Funeral Curses
10. Eternal Wisdom
11. A Black Mass For Satanas (Mortal Mutilation Cover)

Laufzeit: ca. 60 Minuten

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