Dienstag, 17. Februar 2015

Review: Gravsatt - Gravsatt (MC, Schattenkult Produktionen - 2014)

Mit Gravsatt präsentiert uns das Label Schattenkult ein weiteres Projekt aus Schweden. Hinter diesem steckt auch niemand geringerer als Rafn (u.a. Hermóðr, deren aktuelles Werk ebenfalls über SKP veröffentlicht wurde). Anhand des Namens dieser Band hier und dem beiliegenden Foto des Herren, könnte man schon zu der Ansicht kommen, dass sich die hier präsentierte Musik in eine andere, politisch (un)korrekte Richtung bewegen könnte. Nun ja, zumindest zum zweiten Punkt kann nicht viel gesagt werden, da keinerlei Texte abgedruckt sind, die Lieder keine Titel besitzen und generell die Texte schwierig zu verstehen sind (hinzu kommt, dass sich mein Schwedischverständnis in Grenzen hält)...



Was Rafn hier auffährt ist instrumental betrachtet vielleicht in Ansätzen mit Hermóðr. So erkennt man passagenweise noch diesen eher atmosphärischen Stil. Doch hauptsächlich orientiert sich der hier zelebrierte Schwarzmetall eher an Bands wie Burzum, Abyssic Hate oder auch Bilskirnir - besitzt also neben einem eher getragenen Midtempo-Stil auch Einflüsse aus dem Pagan und etwas rockigem Einschlag. Auf alle Fälle geht es weit aggressiver zu als bei Rafn's Hauptprojekt. Das ist zum einen sehr begrüßenswert, denn Gravsatt klingt dadurch wesentlich anders und besitzt eine ganz andere Grundstimmung als Hermóðr, allerdings auch weitaus weniger Eigenständigkeit.

Fazit:
Um es klar zu sagen: Rafn stellt hier mit Gravsatt kein schlechtes Album - im Gegenteil ist das hier richtig hörenswert. Und auch wenn sich die Musik doch recht stark an den offensichtlichen musikalischen Vorbildern orientiert, so hat man doch einige nette eigene Ideen mit einfließen lassen, wie z.B. die immer mal wieder auftauchenden ausufernden Gitarrensoli oder die auch schonmal vorkommenden Tempowechsel.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. I
02. II
03. III
04. IV
05. V

Laufzeit: ca. 27 Minuten 

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