Dienstag, 20. Januar 2015

Review: Svordom - Sacrifice Of The Light (Digitales Album)

Da man ja nicht immer nur Black Metal lauschen kann, und ich mich durchaus auch mal für guten Doom/Death oder Gothic/Doom Metal begeistern kann, bin ich auch immerzu auf der Suche nach guten neuen Bands, die den alten Geist dieser Musik atmen... denn die Highlights des Doom/Gothic Metal sind meiner Meinung nach schon vor mehr als 20 Jahren erschienen und viele der alten Bands existieren entweder nicht mehr oder machen heutzutage Musik, die mit ihren Ursprüngen rein gar nichts mehr zu tun hat. Das lässt sich ja auch auf manche einstigen Vorreiter der Black Metal Musik übertragen.



Nun gut, bei Durchforsten der Weiten des Internets stieß ich also auf dieses relativ junge Projekt. Bei Svordom aus Italien handelt es sich um ein ausschließlich weibliches Duo, welches im Jahr 2013 gegründet wurde und im selben Jahr auch ihr erstes und bis dato einziges Album veröffentlichte. Dies hört auf den Namen "Sacrifice Of The Light". Nun, selbst bezeichnet man seine Musik als eine Mixtur aus Gothic und Doom Metal, so weit, so gut. Also das ausschließlich digitale Album heruntergeladen und reingehört. Was gleich zu Anfang auffällt: die Umschreibung der Musik passt - das ist wirklich Doom/Gothic der alten Schule, schwermütig und finster, von den Melodien her äußerst monoton, mit diesem gewissen düster-romantischen Touch. So kommt neben Gitarre, Schlagzeug, Bass und Ambient-Kram auch Klavier zum Einsatz. Das erinnert dann streckenweise auch wirklich an alte Genre-Größen, und könnte auch durchaus im Jahre 1994 entstanden sein. Der Gesang bietet auch so einiges: so wird von diesem typisch operettenhaften Klargesang, über Death-Growls bishin zu einem etwas Black Metal-lastigen Schreigesang und Mittelalter so ziemlich alles geboten. Auch Post-/Avantgarde-Einflüsse lassen sich passagenweise lokalisieren, welche dann wiederrum an Sachen wie Amesoeurs erinnern.

Fazit:
Ein recht löbliches Album dieses doch recht aussterbenden Genres (wenn man mal von solchen Pseudo-Mainstream-Bands wie Within Temptation absieht, die wirklich glauben, dass sie mit dieser Art Musik überhaupt irgend etwas zu tun haben). Definitiv aber kein Album für die Ewigkeit - dafür ist es eine Spur zu gewöhnlich, und das, was man hier zu hören bekommt, könnte auch von anderen Bands stammen. Trotzdem bekommt man hier (vielleicht auch gerade durch die starke Anlehnung an die alten Bands) ein authentisches Doom/Gothic Metal Album geboten. Ich werde Svordom zumindest im Auge behalten, und beobachten, ob die beiden Damen es schaffen, mit der Zeit dieser Musik ihren eigenen Stempel aufzudrücken - Potential dazu wäre auf jeden Fall vorhanden, wie sich "Sacrifice Of The Light" anhört. Das Album gibt's als kostenlosen Download auf der Band-eigenen Bandcamp-Seite, zu finden hier.

6.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Omnia Fert Aetas (Intro)
02. Plenilunio
03. Contemplating The Silent Moon
04. Light Of Negative Shades (Instrumental)
05. Innocent Tetra
06. Eternal Illusion
07. Plenilunio (Acoustic)

Laufzeit: ca. 30 Minuten

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